Seit 2003 geschlossen

Ortsbeirat will Hallenbad in Ziegenhagen erneuern und wieder eröffnen

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Das waren noch Zeiten: 2002 wurde noch Babyschwimmen im Hallenbad in Ziegenhagen angeboten, ein Jahr später wurde die Einrichtung geschlossen. 

Ziegenhagen. Die bundesweit hohe Zahl von Nichtschwimmern, gerade im Kindesalter, hat Ziegenhagens Ortsvorsteher Manfred Harbusch beklagt.

Vor diesem Hintergrund strebt der Ortsbeirat, der am Freitag tagte, eine Erneuerung und Wiedereröffnung des Hallenbades im Bürgerhaus des Witzenhäuser Stadtteils an. Das berichtete Harbusch.

In einem Schreiben an den Magistrat bezieht er sich auf das vom Land Hessen vorgestellte Schwimmbad- Investitions- und Förderprogramm (SWIM). Danach stellt Wiesbaden ab 2019 fünf Jahre lang jeweils zehn Millionen Euro zur Verfügung, um hessenweit Hallen- und Freibäder, die zum Teil schon längst geschlossen sind, zu modernisieren und somit zu erhalten. Anträge zur Teilnahme an diesem Programm könnten im kommenden Jahr gestellt werden, sodass es möglich sei, ein Jahr später bereits bestehende Bäder zu sanieren und fit zu machen für die Zukunft, im Einzelfall auch Neubauten zu errichten. Der Magistrat solle nun prüfen, inwieweit Ziegenhagen von diesem 50-Millionen-Programm profitieren könne. Nähere Aufschlüsse soll eine Machbarkeitsstudie zeigen, die nach Angaben des Ortsvorstehers 5000 Euro kostet. Vom Kreis habe er eine Zusage erhalten, 75 Prozent dieser Kosten zu tragen.

Unter dem Hinweis darauf, dass jeder zweite Zweitklässer nicht schwimmen könne und sich daher im Extremfall einer lebensbedrohlichen Gefahr aussetze, betonte Harbusch, Schwimmbäder seien ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen Daseinsvorsorge. Er erinnerte daran, dass die Stadt Witzenhausen schon seit einigen Jahren nicht mehr über ein Hallenbad verfüge. In Ziegenhagen sei das Bad mit seinen 12,5-Meter Bahnen schon im Jahr 2003 geschlossen worden.Schulkinder, die das Schwimmen erlernen oder gar das Seepferdchen ablegen wollten, müssten aufwändig in andere Kommunen mit Hallenbad chauffiert werden. Bei einer Wiedereröffnung des Bades in Ziegenhagen fände die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eine geeignete Übungsstätte vor. Baby- und Seniorenschwimmen seien dann ebenso möglich wie diverse Fitness- und Gesundheitsangebote. Für diesen Fall regte Harbusch an, auch das nahe gelegene Hedemünden mit seinen beiden Schulen und dem Kindergarten mit ins Boot zu nehmen unter der Beteiligung der dann anfallenden Kosten.

Während der Sitzung stellte sich auch der designierte Witzenhäuser Bürgermeister Daniel Herz dem Gremium vor. (zcc)

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