Nicht auf enthaltenen Link klicken!

Betrugs-SMS in Nordhessen: Polizei rät zum Löschen, Anzeige nur bei Schäden

Kriminalität, SMS, Betrug, Masche, Schadsoftware, Link
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Mit dieser SMS versenden Kriminelle derzeit einen schädliche Link.

Vor einer neuen Betrugsmasche warnt die Polizei: Betrüger versuchen, mit einer SMS Schadsoftware auf Handys einzuschleusen.

Update vom Mittwoch, 24. März 2021, 13.50 Uhr: Werra-Meißner – Nach unserer Berichterstattung über Betrugs-SMS, die angebliche Paketzustellungen suggerieren, haben sich am Mittwoch viele Betroffene bei der Polizeidirektion Werra-Meißner gemeldet, die solche SMS erhalten hatten. Dabei sei es nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht zu Schäden gekommen, so Polizeisprecher Alexander Först.

Das zuständige Fachkommissariat für Betrug empfiehlt, diese SMS wie Spam-E-Mails zu behandeln und keinesfalls auf Links oder Dateianhänge zu klicken. „Sofern Sie derartige Meldungen konsequent ignorieren und löschen, besteht keine Gefahr für das benutzte Gerät. In diesen Fällen kann auch von einer Mitteilung an die Polizei abgesehen werden“, sagt Först. Wenn niemand geschädigt werde, könnten auch keine weiteren Ermittlungen erfolgen. (fst)

Vermeintlicher Paketversand: Polizei warnt vor Betrugs-SMS in Nordhessen

Erstmeldung vom Dienstag, 23. März 2021, 15 Uhr: Werra-Meißner/Schwalm-Eder – Offenbar verschicken Unbekannte seit einiger Zeit SMS mit Inhalten wie „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es.“ Dann folgt ein Link, erklärt Markus Brettschneider, Sprecher der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis.

Doch die SMS stamme nicht von einem Paketdienstleister, sondern von Betrügern, die die Bestelllust der Deutschen ausnutzen. „Nach dem Klick auf den Link installiert sich automatisch eine Schadsoftware, die sich im Anschluss wie ein Schneeballsystem unter den gespeicherten Kontaktdaten des Betroffenen verbreitet. Dies löst eine regelrechte Flut von SMS aus. Teilweise kommt es auch zu Funktionsbeeinträchtigungen der betroffenen mobilen Endgeräte“, sagt Brettschneider. Zwei Frauen aus Spangenberg und Homberg hatten zuletzt solche SMS erhalten und – da sie keine Pakete erwarteten – die Polizei informiert.

  • Tipps der Polizei zum Schutz vor den Betrügern:
  • Klicken Sie auf keinen Fall auf Links, die Ihnen von unbekannten Absendern und unerwartet zugestellt werden.
  • Ist der Absender bekannt, fragen Sie nach, was sich hinter dem Link verbirgt und ob der Versand beabsichtigt war.
  • Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Handy.
  • Aktivieren Sie, sofern möglich, die Drittanbietersperre.
  • Wenn Sie bereits geklickt haben, schalten Sie Ihr Handy in den Flugmodus und informieren Sie Ihren Provider.

Warnung der Polizei: Nicht auf den Link in der SMS klicken

Im Werra-Meißner-Kreis habe es noch keine derartigen Anzeigen gegeben, sagt Polizeisprecher Alexander Först. Man wisse aber, dass solche SMS auch auf Handys im Kreis eingegangen seien. Einige Nutzer hätten diese direkt gelöscht. Wer auf den Link klicke, müsse damit rechnen, dass sich die Schadsoftware installiere, die den Betrügern Zugriff auf das Handy und die Daten der Opfer verschaffe, warnt Först.

Beide Polizeisprecher raten deshalb, auf keinen Fall auf unerwartete Links von unbekannten Absendern zu klicken. Wer unsicher sei, könne sich an die Polizei wenden, so Först. Diese könne prüfen, ob der Fall angezeigt werden könne. (fst)

Die Polizei Göttingen warnt vor ebenfalls Betrügern, die besonders Senioren im Visier haben. Der Verbraucherschutz warnt indes vor Phishing-E-Mails, die es auf Amazon-Kunden abgesehen haben.

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