Witzenhausen

Per App rund um die Burg: Virtuelle Führung erzählt Geschichte des Ludwigsteins

Neues Angebot für Gäste: Stephan Sommerfeld (von links), Dr. Susanne Rappe-Weber und Carsten Deiters präsentieren die App.
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Neues Angebot für Gäste: Stephan Sommerfeld (von links), Dr. Susanne Rappe-Weber und Carsten Deiters präsentieren die App.

Mit dem Smartphone kann man nun die Burg Ludwigstein erkunden: Eine neue App ermöglicht eine virtuelle Führung zur Geschichte des alten Gemäuers.

Burg Ludwigstein – Was Anfang vergangenen Jahres unter ganz anderen Vorzeichen begonnen wurde, entwickelt sich jetzt zum Glücksfall für die Jugendburg Ludwigstein. Die Jugendbildungsstätte und das Archiv der deutschen Jugendbewegung haben eine App entwickeln lassen, mit der eine virtuelle Führung zur Geschichte der Burg Ludwigstein angeboten wird. Benötigt wird dafür nur ein Smartphone und am besten auch Kopfhörer. Am Burgtor, das seit Kurzem wieder sonn- und feiertags geöffnet wird, gibt es einen QR-Code für die App.

Die Idee kam schon vor Corona, da viele Gäste der Burg mehr über die Geschichte wissen wollten, aber gerade keine Führung angeboten wurde, berichtet Archivleiterin Dr. Susanne Rappe-Weber. Mit der Firma Linon wurde ein Partner gefunden, der die App professionell erstellte, Länge und Gestaltung der großteils von Rappe-Weber verfassten Beiträge ebenso anpasste wie von Profis einsprechen ließ. „Es war eine intensive Kooperation mit den Texten“, erinnert die Archivleiterin sich. Den überwiegenden Teil der Bilder lieferte Bildungsstätten-Mitarbeiter Carsten Deiters.

So sieht der Startbildschirm der App aus.

Ein halbes Jahr dauerte die Produktion. Insgesamt kostete das Projekt 22 000 Euro, berichtet Jugendbildungsstätten-Geschäftsführer Stephan Sommerfeld. 80 Prozent der Kosten wurden vom Verein für Regionalentwicklung mit Leader-Mitteln gefördert. Am besten fängt man im Burghof an, raten Rappe-Weber und Sommerfeld. Von dort aus führen 26 Stationen rund um die Burg und es wird die wechselhafte Geschichte vom Mittelalter über den Wiederaufbau durch Jugendbewegte und heute die zusätzliche als Jugendherberge erzählt. Optional können an die rund einstündige Führung noch die Stationen Paasche-Linde und Kriegsopferfriedhof angehängt werden.

Heruntergeladen werden kann die App, die in deutscher und englischer Sprache verfügbar ist, in jedem üblichen Playstore. So können sich Interessierte auch zuhause über die Burg informieren, so Sommerfeld. (Nicole Demmer)

Info: Die Burg ist sonn- und feiertags von 12 bis mindestens 17 Uhr geöffnet. Getränke, Snacks und Kuchen zum Mitnehmen gibt es im Speisesaal.

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