Wie früher Kirschen geerntet wurden

Pfad durch die Geschichte: Witzenhausen hat den dritten Kirschwanderweg

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Mit Leiterwagen: Die erste Runde auf dem Kirschwanderweg 3 liefen (von links) Hofwirt Tobias Kindervatter, Landrat Stefan Reuß, Stadtrat Waldemar Rescher, Geo-Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi, Kirschenprinzessin Sabrina Winzer, Sabine Budde (Geo-Naturpark), Katharina Rohde und Brigitte Bartsch (Tourist-Info) sowie Kirschen-Experte Eberhard Walther. 

Witzenhausen. Lange Holzleitern stehen an den Kirschbäumen beim Hof Kindervatter in Witzenhausen. Aber hier wird nicht nach Altväter Sitte in die Bäume geklettert. 

Vielmehr wird auf dem am Donnerstag eröffneten Kirschwanderweg 3 auf 2,5 Kilometern Länge die Geschichte des Kirschenanbaus erläutert.

Und dazu gehören eben auch Leitern, die an alten, hohen Bäumen stehen, an denen in großen Bilderrahmen Fotos die Arbeit früher zeigen.

Seit Dezember hat Dr. Sabine Budde vomGeo-Naturpark Frau-Holle-Land mit Akteuren gesprochen, um das Projekt bis zur Kirschblüte umzusetzen. Das Ergebnis ist ein Weg mit etlichen Info-Stationen, zum Beispiel über Bienen in der Kirschplantage. Während der Kirschblüte sollen zusätzlich markierte Pfade durch die Plantagen und Obstwiesen führen und auch eine rund einen Hektar große Blühfläche wird es ab Mai geben. Dabei soll der Kirschenweg 3 erst der Anfang sein, um Einzeltouristen und Gruppen anzulocken. Ebenso wie beim Germeröder Mohn soll es ein Kirschenkino geben, berichtet Budde.

Noch in diesem Jahr sollen die Kirschwanderwege 1 und 2 durch neue Wege ersetzt werden. Auch hier werden dann Kirschparkplätze als Start und Ziel dienen und lokale Akteure, vor allem Gastronomen, eingebunden werden, „damit sie eine Wertschöpfung haben“, so Budde. Auch ein Radweg sei denkbar, da man heutzutage dank Elektro-Rädern die Strecken durch Steigungen führen könne, so Budde.

Finanziert wurde der Weg über das Projekt „Landaufschwung“, den Kreis und das Unternehmen Kindervatter. Laut Landrat Stefan Reuß sei es ein großes Anliegen, die touristische Infrastruktur auszubauen. Dazu gehöre auch, die Tradition des Kirschenanbaus herauszuheben.

Auf dem neuen Weg bekommt man in diese Geschichte einen erhellenden Einblick. 

Das Kirschblütentelefon informiert unter Tel. 0 56 02/93 56 17 über den Fortschritt der Blüte. Beim „Fotowettbewerb Kirschblüte 2018“ könnenTeilnehmer ein Bild bis 31. Mai an info@naturparkfrauholle.de senden. Der Name des Einsenders sollte der Bildtitel sein. Zu gewinnen gibt es ein Menu im Hof Kindervatter. Zudem können bei der Tourist-Information Führungen gebucht werden, eine erste findet am 25. April zur Woche der Witzenhäuser statt.

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