Pferde-Treck

Pferdewagen macht Halt auf dem Marktplatz in Witzenhausen und bringt Friedensglocke

Unterwegs mit Pferdetrecks: Der Verein Friedensglocken, der insgesamt 38 Frauen und Männer umfasst, auf dem Marktplatz in Witzenhausen.
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Unterwegs mit Pferdetrecks: Der Verein Friedensglocken, der insgesamt 38 Frauen und Männer umfasst, auf dem Marktplatz in Witzenhausen.

Für großes Aufsehen sorgten in Witzenhausen ein elf Pferdewagen, die mit lautem Geläut auf dem Marktplatz Rast machten und dann zum Reit- und Therapiezentrum Am Sande weiterzogen.

Witzenhausen –Organisiert wurde der Treck, an dem sich aktuell 38 Frauen und Männer beteiligen, vom 2019 gegründeten Verein Friedensglocken. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Friedensgedanken in die Welt zu tragen“, sagte Pastor und Vereinsvorsitzender Helmut Kautz vom evangelischen Kirchenkreis Prignitz.

Ziel sei es, 2025 und damit 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, eine aus Militärschrott gegossene Friedensglocke mit einem Pferdetreck nach Jerusalem zu bringen. „Jerusalem haben wir gewählt, weil es die Wiege von drei Weltreligionen ist, und weil es uns auf der Fahrt dorthin möglich sein wird, viele Menschen der verschiedensten Religionen in vielen Ländern zu erreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, so Kautz.

4000 Kilometer will der Friedenstreck mit den Pferdewagen zurücklegen

Die nächsten drei Jahre dienen dem Verein nun als Vorbereitung für die mehr als 4000 Kilometer lange Fahrt, die nach bisherigen Planungen rund sieben Monate dauern wird. „Mit fünf kleinen Trecks innerhalb Deutschlands wollen wir eine Basis dafür schaffen“, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Friedbert Enders.

Ging es im vergangenen Jahr von Hamburg über Hannover und Dannenberg bis zum Kloster Marienfließ in der Prinitz, führt der diesjährige „Ost-West-Treck“ über 19 Stationen von Ost-Thüringen nach Ost-Westfalen. Start war am 6. August in Altenburg. Bisherige Zwischenstopps waren unter anderem Jena, Weimar, Gotha, Eisenach und am Mittwoch Bad Sooden-Allendorf.

Nach den Stopps in Witzenhausen am Donnerstag und einem zweitägigen Aufenthalt in Hann. Münden, geht die Fahrt heute weiter über Hofgeismar, Bad Driburg und Bad Pyrmont. Am 28 August soll der Zielort Wendlinghausen erreicht werden.

„Überall, wo wir ankommen, sind die Menschen sehr interessiert und nehmen uns wahnsinnig freundlich auf“, betonte Helmut Kautz, der vom Werra-Meißner-Kreis extrem angetan war. „Die Landschaft hier ist ein Traum und ich bin total beeindruckt vom Zustand der Innenstädte und der historischen Häuser dort“, meinte der Pastor. Als Zeichen der Dankbarkeit und um das Ziel des Trecks zu untermalen, überreichte Kautz Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz nicht nur eine kleine Friedensglocke, sondern auch einen gewaltigen Brotlaib mit der Aufschrift „Friedensbrot“.

Bevor die Treckteilnehmer am Reit- und Therapiezentrum Am Sande die Nacht verbrachten, gab es dort eine Segensfeier und einen Vortrag über den Treck nach Jerusalem. Weitere Informationen zum Friedenstreck gibt es hier. (per)

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