Pflanzen, ernten und handeln

Ziegenhagens Gemeinschaftsgarten verbindet Generationen

Im blühenden Garten stehen Maria Wüllner (von links), Elisabeth Kristen, Margot Hellwig, Gerda Peters, Jennifer Lerch und Karin Schulze vom Gemeinschaftsgarten Ziegenhagen.
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Ziehen an einem Strang: Maria Wüllner (von links), Elisabeth Kristen, Margot Hellwig, Gerda Peters, Jennifer Lerch und Karin Schulze sind stolz auf das, was die Projektgruppe in nur einem halben Jahr geschaffen hat.

Ziegenhagen – Das Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ trägt in Ziegenhagen inzwischen stolze Früchte – und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Die aus der Projektphase hervorgegangene Arbeitsgemeinschaft nachhaltiges Ziegenhagen hat Anfang des Jahres einen Gemeinschaftsgarten angelegt, in dem nicht nur gepflanzt und geerntet wird, sondern der darüber hinaus auch ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Handelns ist.

„Die Idee zu dem Gemeinschaftsgarten entstand im vergangenen Jahr während eines anderen Projektes der Arbeitsgemeinschaft nachhaltiges Ziegenhagen, bei dem Menschen aus dem Dorf zusammen gekocht haben“, sagt Karin Schulze. Dabei habe man sich darüber unterhalten, dass es doch großartig wäre, wenn das fürs Kochen benötigte Gemüse aus dem eigenen Garten käme. „Als sich Margot Hellwig und ihr Mann Jochen dann ganz spontan bereit erklärten, ihr an das eigene Haus angrenzende Grundstück zur Verfügung zu stellen, gab es kein Halten mehr“, so Schulze.

Im Februar ging es dann los. Unter Anleitung von Gärtnerin Jutta Verführt fanden sich zwölf Frauen und ein Mann, die sich fortan zwei Mal wöchentlich trafen, um gemeinsam Hand anzulegen und aus einer Wiese einen blühenden Garten zu machen. „Das Großartige ist, dass die Gruppe nicht nur generationenübergreifend ist, sondern dass sich hier auch Ur-Ziegenhäger und neu Hinzugezogene zusammengefunden haben“, freut sich Jennifer Lerch. Damit sei der Garten „eine Verbindungsstelle, die es so im Dorf nicht noch einmal gibt.“

Der Dank der beiden Gemeinschaftsgarten-Sprecherinnen geht an Jutta Verführt. „Da die Gruppe nur aus Hobbygärtnerinnen und Anfängerinnen besteht, hat Jutta uns an die Hand genommen und ihr umfassendes Wissen beim Anlegen der Beete und der Auswahl der Gemüse- und Blumensorten eingebracht“, sagt Karin Schulze. Nur dadurch sei man in der Lage, schon in diesem Jahr eine reichhaltige Ernte einzufahren. Neben diversen Salaten wurden in dem Garten unter anderem Tomaten, verschiedene Kohlsorten, Paprika, Mais, Kartoffeln und sogar rote Beete angebaut. „Alles rein biologisch“, betont Jennifer Lerch. Und dann sind da natürlich auch noch die farbenfrohen Blumenbeete, an denen auch Insekten ihre Freude haben.

Idyllisch: Auf mehr als 500 Quadratmetern bietet der schön gelegene Gemeinschaftsgarten nicht nur fürs Gärtnern reichlich Platz.

Bei alledem erwies sich das große, übersichtliche und teilweise am Hang gelegene Grundstück der Hellwigs als echter Glücksgriff. Nicht nur, dass es auf mehr als 500 Quadratmetern reichlich Platz für die diversen Gemüse- und Blumenbeete bietet. Der unmittelbar angrenzende Rautenbach liefert auch noch das Wasser für die gerade in den warmen Monaten dringend nötige Bewässerung der Pflanzen. „Unser Ziel ist es, dass sich die Mitglieder der Projektgruppe im Gemeinschaftsgarten selbst mit Gemüse versorgen können“, sagt Karin Schulze. Was am Ende des Tages übrig sei, werde in einer Kiste an die Straße gestellt und dort auf Spendenbasis verkauft.

„Das wird so gut angenommen, dass die Kiste immer nach kurzer Zeit schon wieder leer ist“, freut sich Schulze. Wenn die Corona-Beschränkungen irgendwann komplett aufgehoben sein werden, soll der Gemeinschaftsgarten auch als Lernort für Kinder und Erwachsene genutzt werden. „Und dann werden wir auch unseren ursprünglichen Plan umsetzen und das selbst angebaute Gemüse beim gemeinsamen Kochen nutzen, das wir wegen Corona leider aussetzen mussten“, so Karin Schulze.  

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