Funktionalität soll besser werden

Planung für Bauhof in Unterrieden vorgestellt – Bauantrag noch im Februar

So soll er aussehen: Der neue Bauhof, den Architekt Hans-Peter Schubert (von links) im Beisein auch von Bürgermeister Daniel Herz und Betriebsleiter Norbert Heinemann vorstellte.
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So soll er aussehen: Der neue Bauhof, den Architekt Hans-Peter Schubert (von links) im Beisein auch von Bürgermeister Daniel Herz und Betriebsleiter Norbert Heinemann vorstellte.

Für Witzenhausens Bauhof, der nach dem Willen des Stadtparlaments ins Gewerbegebiet nach Unterrieden verlagert wird, soll der Bauantrag noch in diesem Monat gestellt werden. Das kündigte Diplom-Ingenieur und Architekt Hans-Peter Schubert an, der am Donnerstagabend im Rathaussaal die Planung für den Neubau vorgestellt hat.

Witzenhausen/Unterrieden – Wenn alles glatt laufe, könne schon im Spätsommer mit dem Bau begonnen werden.

Die Entscheidung für Unterrieden war erst nach heftigen Startschwierigkeiten gefallen und hatte auch deshalb den Vorzug bekommen, weil der Neubau auf städtischem Boden entstehen kann. Aus Sicht der Kommunalpolitiker ist der Neubau erforderlich, weil sowohl der Feuerwehrstützpunkt als auch der Bauhof am Eschenbornrasen aus allen Nähten platzen.

Nach Überzeugung von Bürgermeister Daniel Herz wird die Funktionalität des Bauhofes deutlich verbessert, was sowohl die Laufwege, als auch die Zufahrt gegenüber dem THW-Grundstück betreffe. Unterm Strich werde nicht nur das Gewerbegebiet optisch aufgewertet, sondern die Stadt erfülle auch alle Auflagen, denen sie sich unterwerfen müsse. Anders als zunächst vorgesehen, wird der Bauhof nicht in Nord-Süd, sondern in West-Ost-Richtung errichtet, weil ein Teil des Grundstücks schon reserviert war.

Nach den Worten des Architekten sieht das Sozialgebäude, dessen Dach begrünt werden könnte, ebenerdig Umkleideräume für beide Geschlechter, Duschen und Toiletten sowie die Möglichkeit vor, Kleidung zu trocknen. Im Obergeschoss entstehen sollen zwei Büroräume, ein auch für Schulungen nutzbarer Versammlungsraum, Küche und sanitäre Einrichtungen. An das Sozialgebäude schließt sich mit Zugang die große und sechs Meter hohe Fahrzeughalle mit insgesamt neun Toren an, sechs für Maschinen und Fuhrpark, zwei für Fahrzeug- und Holzwerkstatt und eins für die Waschhalle. Abstellflächen bieten sich ferner unter Schleppdächern. Holzverkleidungen an Massivbauwänden sollen dem Gebäudekomplex eine gefällige Ansicht verleihen.

Geplant in der Halle ist eine Fußbodenheizung, deren technische Ausführung noch ebenso offen ist wie für die Ladesäulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge. In einer mindestens zehn Kubikmeter großen Zisterne soll das Regenwasser gesammelt werden, das vom großflächigen Dach abfließt. Parkplätze für die 24 Beschäftigten des Bauhofes werden in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.

Inklusive der Planungskosten und Herrichtung der Außenanlagen schätzt Schubert die Gesamtkosten auf aktuell 2,55 Millionen Euro, „fast eine Punktlandung“, wie der Betriebsleiter des Bauhofes und Leiter des Fachbereichs Finanzen, Norbert Heinemann, unter Hinweis auf die bereist veranschlagte Summe von 2,5 Millionen Euro bemerkte. Darin enthalten sind allerdings noch nicht die Kosten für eine Fotovoltaikanlage, die möglicherweise auf dem aus Trapezblech bestehenden Dach der Fahrzeughalle installiert wird.

Gastgeber im Rathaus war am Donnerstag der Ortsbeirat von Unterrieden, der durch Ortsvorsteherin Sylvia Müller und Dr. Michael Mindrup vertreten war. Per Video zugeschaltet waren für den Ortsbeirat Harald Ludwig und Holger Mittelstraß, für den Magistrat Silvia Hable. (Chris Cortis)

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