4500 Euro für Reinigungsarbeiten

Polizei in Bad Sooden-Allendorf ermittelt wegen Verdachts auf Wucher

Polizeiwagen mit Blaulicht.
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Die Polizei in Bad Sooden-Allendorf ermittelt wegen Verdachts auf Wucher.

Eine Rechnung über 4500 Euro für Reinigungsarbeiten rief die Polizei auf den Plan, die nun wegen Verdachts auf Wucher ermittelt.

Bad Sooden-Allendorf – Wegen des Verdachts auf Wucher ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Ein 64-jähriger Rentner aus Bad Sooden-Allendorf sollte wegen Reinigungsarbeiten an Pflastersteinen 4500 Euro bezahlen.

Wie einem Pressebericht der Polizei zu entnehmen ist, hatten zwei Männer und eine Frau bei dem Rentner Pflastersteine gereinigt. Sie gehören wohl zu einer Firma, die in der Badestadt ein Gewerbe betreibt und unter anderem Reinigungsarbeiten an Pflaster und Steinen anbietet. Einer Zeugin erschienen die Arbeiten und das Auftreten der drei Personen jedoch dubios und sie informierte die Polizei.

Die Beamten trafen gerade noch rechtzeitig ein um zu verhindern, dass der Rentner für die abgeschlossenen Arbeiten das Geld aushändigt. Da es keine ordentliche Rechnung gab und den Beamten 4500 Euro für eineinhalb Stunden Arbeit zu hoch erschien, nahmen sie die Personalien der Arbeiter auf.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

.  Keine Handwerker empfangen, die nicht selbst bestellt wurden.

.  Angebote von Wanderarbeitern ablehnen.

.  Sofort angefangene Arbeiten dienen nur zur Täuschung und werden nicht beendet.

.  Die Arbeiten werden oft unfachmännisch, fehlerhaft und unvollständig ausgeführt. Eine spätere Instandsetzung wird oft teuer.

.  Nie Geld im Voraus zahlen.

.  Hellhörig werden, wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt.

.  Einen Kostenvoranschlag mit Mehrwertsteuer und eine ordentliche Rechnung geben lassen.

.  Im Zweifel Vertrauenspersonen zu Rate ziehen und gegebenenfalls Anzeige erstatten. (Nicole Demmer)

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