Wintereinbruch: Im Schnee stecken geblieben

Post und Zeitung ließen im Werra-Meißner-Kreis auf sich warten

Drei HNA-Tageszeitungen stecken in einem Schneeberg
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Das Wetter machte in den vergangenen Tagen auch den Zustellern der Witzenhäuser Allgemeinen zu schaffen. Die Schneemassen verhinderten in einigen Gebieten die Zustellung der Tageszeitung.

Die ungewöhnlichen Schneemassen haben nicht nur den Öffentlichen Nahverkehr über Tage hinweg stillgelegt, auch auf Post und Pakete warteten die Menschen im Werra-Meißner-Kreis am Montag und Dienstag zumeist vergebens.

Werra-Meißner - Durch den Schnee kämpfen mussten sich auch die Zusteller der HNA. Am Montag ist das in manchen Teilen des Zustellgebiets nicht gelungen: „Die Montagsausgabe hat es zu einigen Abonnenten nicht geschafft“, sagt Bruno Steffen, Geschäftsführer der VTS, der Vertriebsfirma für die HNA/Witzenhäuser Allgemeine.

Die Zeitungen werden in der Nacht von Kassel zu den Ablagepunkten transportiert, wo die Zusteller sie in Empfang nehmen. Weil die Straßen aber noch nicht geräumt waren, konnte der Boote einige Punkte, vor allem außerhalb der Stadt, nicht anfahren. „Die Zusteller haben vergebens gewartet, teilweise stundenlang“, so Steffen weiter. Sollten Abonnenten ihre Zeitung nicht bekommen haben, sei der beste Weg den Kundenservice anzurufen. „Der meldet uns solche Ausfälle und in der Regel liefern wir noch am selben Tag die Ausgabe nach“, sagt Bruno Steffen. Mit den Ausgaben vom Montag und Dienstag ginge das aber leider nicht, denn die Zeitungen, die nicht abgeliefert werden konnten, seien direkt zurück nach Kassel gegangen.

Brune Steffen - Geschäftsführer VTS

Ein wenig besser habe das schon am Dienstag funktioniert, am Mittwoch sei dann fast wieder Normalität bei der Zustellung eingekehrt, so der VTS-Geschäftsführer weiter. Zwar hätte sich die Zustellung an einige Haushalte zeitlich noch etwas verzögert, aber fast jeder Abonnent konnte im Laufe des Mittwochs seine Zeitung in den Händen halten. „Die Zusteller haben Überstunden gemacht und zum Teil zwei Touren übernommen.“

Damit trotzdem niemand darauf warten musste, die aktuellsten Nachrichten zu lesen, hatte die HNA für drei Tage das digitale E-Paper auf hna.de für alle kostenfrei zur Verfügung gestellt.

In den vergangenen 20 Jahren habe es so eine Situation noch nicht gegeben, erinnert sich Steffen. Für die Zusteller sei ihre Arbeit unter den Umständen eine echte Herausforderung. Darum hat er eine eindringliche Bitte an alle Abonnenten. „Es hilft den Zustellern, die nachts und bei eisiger Kälte unterwegs sind, wenn die Wege zu den Zeitungskästen, soweit wie möglich von Eis und Schnee befreit sind“, sagt er.

Die Post hatte wegen des Schneechaos die Zustellungen am Montag und teilweise auch am Dienstag, nicht nur im Werra-Meißner-Kreis, ganz einstellen müssen. „Es ist vieles auf der Strecke stecken geblieben“, kommentiert Thomas Kutsch, Pressesprecher der Deutschen Post/DHL, die verspäteten oder noch ausstehenden Zustellungen.

Doch immerhin könne die Post jetzt wieder einen Bruchteil der Auslieferungen überbringen. „Wir können aber nur ausliefern, was auch da ist“, sagt Thomas Kutsch. Briefe und Pakete, die die Verteilungszentren noch nicht erreicht haben, könnten von den Zulieferern auch nicht ausgetragen werden, so der Pressesprecher.

Wichtige Briefe, wie Einschreiben, können so nicht rechtzeitig zugestellt werden. Dafür gebe es aber auch keine rechtliche Handhabe, so Kutsch. Eine Entschädigung im Falle einer verspäteten Sendung, stehe den Kunden nur bei der Buchung einer Expresslieferung zu, erklärt der Unternehmenssprecher. (Wibeke Huck und Tobias Stück)

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