Machbarkeitsstudie für Kayunga in Ostafrika

Solarlampenprojekt: Praktikanten für Witzenhausens Partnerstadt in Uganda gesucht

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Da geht es hin: Dirk Junker, Isabella Junker und Wolfgang Geisenberger (von links) zeigen auf der Karte von Uganda Witzenhausens Partnerstadt Kayunga, wo die Projektteilnehmer drei Monate verbringen werden. 

Witzenhausen. Der Verein Uganda-Team Witzenhausen und die Stadt Witzenhausen suchen Bewerber für ein Projekt-Praktikum, das die Teilnehmer für drei Monate ins ostafrikanische Kayunga führen wird.

„Bei diesem Praktikum geht es darum, an einer Machbarkeitsstudie für ein Solarlampenprojekt mitzuarbeiten“, sagt die Uganda-Team-Vorsitzende Isabella Junker. In Kayunga komme es häufig zu Stromausfällen, wodurch das Unfallrisiko insbesondere für Fußgänger erhöht sei. „Wenn es die Machbarkeitsstudie ergibt, sollen in der Folge Solarlampen entlang von Straßen angebracht werden, um dieses Unfallrisiko zu verringern“, so Junker.

Gesucht werden zwei Bewerber oder Bewerberinnen, die zwischen 21 und 30 Jahre alt sind und entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben oder derzeit an einer Universität oder Fachhochschule studieren. Bewerben kann sich auch, wer bereits einen Studienabschluss hat, der allerdings nicht länger als eineinhalb Jahre zurückliegen sollte. „Als Projektteilnehmer sollte man vor allem fachliches Wissen im Bereich Elektrotechnik sowie englische Sprachkenntnisse mitbringen“, sagt Isabella Junker. 

Von Vorteil seien überdies Interesse an globalen Zusammenhängen, Offenheit und Lernbereitschaft sowie die Bereitschaft, im Team zusammenzuarbeiten. Aufgeteilt ist das Projektpraktikum, das vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und vom Programm Arbeits- und Studienaufenthalte (ASA) der Entwicklungsinitiative Engagement Global organisiert wird, in zwei Phasen.

Zunächst kommen im April 2019 zwei Teilnehmer aus Uganda für drei Monate nach Witzenhausen, um dort unter anderem die beiden deutschen Teilnehmer kennenzulernen und sich zusammen mit ihnen mit erneuerbaren Energien und Solartechnik vertraut zu machen.

„Dabei sollen die Teilnehmer ein besseres Verständnis für die technischen Aspekte erlangen sowie einen Überblick über verfügbare Technologien und deren Nutzung in Deutschland bekommen“, sagt Ingenieur und Projektpartner Wolfgang Geisenberger, der seit einigen Monaten im Verein Uganda-Team aktiv ist und der die Akteure in Deutschland betreuen wird. 

Das ebenfalls dreimonatige Projektpraktikum in Kayunga erfolgt dann – nach Absprache – zwischen Juli 2019 und Januar 2020, wobei die Teilnehmer auf Grundlage des zuvor erworbenen technischen Wissens den ugandischen Markt für erneuerbare Energien analysieren und lokale Anbieter und Produkte identifizieren werden.

„Natürlich wird es auch Einblicke in die Arbeit der dortigen Gemeindeverwaltung geben“, sagt Isabella Junker. Dass bei dem dreimonatigen Aufenthalt in Uganda der kulturelle Austausch nicht zu kurz kommt und es reichlich Gelegenheit gebe, Land und Leute kennenzulernen, verstehe sich von selbst.

Service: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 10. Januar. Infos unter Tel. 030/25 48 22 55, www.uganda-team.de und www.asa-programm.de

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