Versammlung am 1. März

Projekte für Stadtumbau Witzenhausen werden bei Bürgerversammlung vorgestellt

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Hier bekommen Bürger Gehör: Im angemieteten Ladenlokal an der Ermschwerder Straße, in dem während der Innenstadt-Offensive „Ab in die Mitte“ die Lebenswertstatt untergebracht war, können Ideen entwickelt werden. Unser Bild zeigt Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill (von links), Stadtplaner Clemens Exner, Bernd Westermann und Kai Simon von der Bauverwaltung. 

Witzenhausen. Leerstände, Brachen und Überangebote will die Stadt Witzenhausen mithilfe des Förderprogramms Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) in den nächsten zehn Jahren beheben.

Unter dem Motto „Wege vom Stadtentwicklungskonzept zur Investition“ findet am Donnerstag, 1. März, eine Bürgerversammlung dazu statt.

Mit der Aula der Universität hat die Stadt bewusst eine Räumlichkeit gewählt, die im zu beplanenden Gebiet liegt. „Das und die Tatsache, dass die Witzenhäuser sonst nicht unbedingt in diese Räume kommen, sollen Anreize zum Besuch sein“, sagt Peter Schill. Mit Bürgermeisterin Angela Fischer sowie Bernd Westermann und Kai Simon von der Bauverwaltung der Stadt hatte der Stadtverordnetenvorsteher beschlossen, dass das ISEK ein gutes Thema für eine Bürgerversammlung darstellt.

In Zeiten von Schutzschirm und Hessenkasse ist die Stadt laut Fischer nur dank des Förderprogramms in der Lage, etwas zu bewegen und Geld in die Hand zu nehmen. „Wir wollen möglichst viele Interessierte ansprechen, damit diese prüfen, ob ihre Vorhaben eventuell ebenfalls unter diese Förderung fallen“, sagt Westermann, der sich dankbar zeigt, dass das Land ihrem Erstantrag direkt stattgegeben hat. Derzeit gebe es eine circa 65-prozentige Förderung auf Gesamtprojekte, was eine Umsetzung erheblich erleichtere. „Wir können agieren statt reagieren und die Stadt in verschiedenen Teilbereichen voranbringen“, sieht auch Simon eine große Chance in dem Förderprogramm, dessen Prozess im vergangenen Jahr gestartet ist. Unterstützung bei Planung und Umsetzung der Projekte erhält die Stadt von Clemens Exner, Stadtplaner bei der Kassler Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft NH Projektstadt: „Die Bürger haben sich beim Stadtrundgang im vergangenen Jahr eingebracht, die Stadt ist jetzt verpflichtet, die Aufbruchsstimmung mitzunehmen und richtig was zu reißen.“

Die rund 70 Projekte, die mithilfe von Bürgern erarbeitet wurden, können zwar nicht alle umgesetzt werden. Allerdings hat die Steuerungsgruppe Lokale Partnerschaft mit 20 Leuten aus verschiedenen Institutionen, Vereinen, der Politik, Privatleuten und Investoren gemäß den Förderrichtlinien laut Exner Projekte ausgewählt, welche die Stadt aus fachlicher Sicht weiterbringen werden. „Der Diskussionsprozess ist gelaufen, jetzt geht es um Informationen über die Projekte – allerdings muss der Prozess über die Jahre flexibel bleiben.“ Und auch dabei sei eine weitere Beteiligung der Bürgerschaft nicht nur erwünscht, sondern notwendig, fügt Fischer hinzu. „Wir wollen ein Vertrauensverhältnis aufbauen, dank dem die Bürger gegenüber der Verwaltung ihre Wünsche äußern“, sagt Simon.

Termin: Die Bürgerversammlung findet am Donnerstag, 1. März, ab 19 Uhr in der großen Aula der Universität, Nordbahnhofstraße 1a in Witzenhausen statt.

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