Protest: Klinik-Mitarbeiter fordern mehr Stellen

Forderung nach mehr Personal: An der bundesweiten Protestkette der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich über 70 Mitarbeiter des Witzenhäuser Krankehauses, die mit Plakaten und nummerierten Zetteln auf den Pflegenotstand an deutschen Kliniken aufmerksam machten. Auch der Geschaftsführer der Werra-Meißner Klinikum GmbH, Christoph Maier, (vorne links) beteiligte sich spontan. Foto: Ulbrich

Eschwege/Witzenhausen. Mit einer zehnminütigen Aktion vor deutschen Kliniken machte die Gerwerkschaft Verdi auf die personellen Missstände in Krankenhäusern aufmerksam.

Etwa 200 Mitarbeiter der Werra-Meißner Klinikum GmbH, darunter 70 aus Witzenhausen, haben an einer bundesweiten Protestaktion der Gewerkschaft Verdi teilgenommen, um auf den Pflegenotstand an Krankenhäusern aufmerksam zu machen. Laut Verdi fehlen 162.000 Beschäftigte im Pflegebereich.

An der zehnminütigen Aktion beteiligten alle Berufsgruppen, darunter auch Ärzte, Pfleger, sowie Personal aus Verwaltung und Technik - auch Klinikum-Geschäftsführer Christoph Maier machte spontan mit. Er sagte, dass der Wunsch nach mehr Personal verständlich sei und auch bei ihm vorhanden. Allerdings sei man auf die staatlichen Vorgaben angewiesen und solange man nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt bekomme, sei es fast unmöglich, mehr Mitarbeiter einzustellen.

Der Betrieb an den Krankenhäusern war durch die Protestaktion nicht beeinträchtigt, die Versorgung der Patienten sichergestellt, sagte der Betriebsrat des Witzenhäuser Krankenhauses, Michael Vollmer. Er wertete die flächendeckende Aktion als vollen Erfolg und habe die Hoffnung, dass der Ruf nach mehr Personal von der Politik auch erhört werde.

Von Tobias Stück und Nicolai Ulbrich

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