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Regen kam im Werra-Meißner-Kreis gerade noch rechtzeitig

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Von: Stefan Forbert

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Mähdrescher über einem Feld von Wintergerste.
Noch stehen die Mähdrescher in den Hallen, aber nach den letzten Tagen hoffen die Landwirte im Werra-Meißner-Kreis auf eine gute Getreideernte. © Nestor Bachmann

Mehrere Wochen fehlte im Werra-Meißner-Kreis jeglicher Niederschlag, den bestellten Feldern sah man die andauernde Trockenheit schon deutlich an.

Werra-Meißner - Nach dem Gewitter-Wochenende vor wenigen Tagen aber gab Uwe Roth Entwarnung: „Der Regen kam für das meiste noch zur rechten Zeit“, sagt der Wanfrieder Landwirt und Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes auf Anfrage. sei vor allem dem recht feuchten Winter zu bedanken, weshalb die Wurzeln in der Tiefe der Böden noch Feuchtigkeiten fanden. Lediglich auf kargen Böden habe die Dürre schon negative Folgen, sagt Roth. Insbesondere das Getreide dort sei teilweise schon in die Phase der Abreife gewechselt.

Landwirt Uwe Roth berichtete von einem Phänomen, dass sich bei den jüngsten Gewittern im Werra-Meißner-Kreis zeigte, nämlich lokal begrenzt völlig unterschiedliche Niederschlagsmengen. Während in Wanfried 50 Liter Regen auf den Quadratmeter niedergegangen sind, wurden in Witzenhausen gerade einmal 12 Liter gemessen.

Keine Probleme sieht der Geschäftsführernach den Niederschlägen auch für Raps Mais und Zuckerrüben, ebenso für den Silage-Grasschnitt. Seine Prognose: Die Vorzeichen stehen für eine durchschnittliche Ernte wie in den Vorjahren, es werde sogar eine leicht bessere Ernte als 2021 erwartet, so der Verbandsfunktionär.

Nachdem die in anderen Teilen Deutschlands die Gewitter begleitende heftige Unwetter die Region verschonten, hoffen die Landwirte laut Roth nun allerdings, dass ihre Bestände auf den Feldern nicht doch noch im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt werden. Die Sorge ist angesichts der spürbaren Folgen des Klimawandels nicht unberechtigt.

Ein anderes Problem, das gerade auch die Landwirte betrifft, sind die Preissteigerungen seit Beginn des Ukraine-Krieges. Neben dem Preis für den Diesel-Kraftstoff stieg auch der Preis für den Dünger. Doch diese Mehrkosten, so schätzt Geschäftsführer Roth, dürften die Landwirte mit ihrer Ernte von Raps und Getreide – im Werra-Meißner-Kreis wird hauptsächlich Winterweizen angebaut – ausgleichen können. Denn der Preis für den Weizen ist stark gestiegen – hat sich im Vergleich zum vorigen Jahr aktuell mehr als verdoppelt.

Schon Anfang des Jahres hätten die Landwirte ihre Ernte zu günstigen Konditionen verkaufen können. Roth schätzt, dass die Landwirte in der Region für die Hälfte ihrer Ernte bereits fest definierte Preise vereinbart haben. Bei einer guten Ernte mit hohem Ertrag könnten sie Gewinne wie im vorigen Jahr erzielen. (sff)

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