DRK weiht neue Standorte im Juni ein

Rettungswachen sind in Witzenhausen und Hessisch Lichtenau fast fertig

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Hier fahren bald Rettungswagen: In der neu gebauten Rettungswache des DRK an der B 80 in Witzenhausen laufen nur noch Arbeiten für den Innenausbau und die Einrichtung der neuen Räume.

Nach jeweils 14 Monaten Bauzeit kann der DRK-Rettungsdienst Werra-Meißner im Juni gleich zwei moderne Rettungswachen in Witzenhausen und Hessisch Lichtenau beziehen.

Die Aufgabe

Nötig wurde der Aus- und Neubau an den beiden Standorten, weil der Werra-Meißner-Kreis 2016 einen neuen Bereichsplan aufgestellt hat.Darin verpflichtete er das DRK, zur Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfrist von zehn Minuten mehr Rettungswagen in Bereitschaft zu halten: In Hessisch Lichtenau zwei rund um die Uhr, in Witzenhausen bis zu drei.

Die Standorte

Weil die bestehenden Rettungswachen zu klein waren, mussten größere her: In Hessisch Lichtenau wurde das alte, leer stehende Fahrdienstgebäude um- und ausgebaut. In Witzenhausen musste ein Neubau errichtet werden, da im Alt-Standort „Im Kleinen Felde“ nicht genügend Platz war. Das DRK wählte den neuen Standort am Nordufer der Werra, da man von dort die Bundesstraßen 80, 27 und 451 sowie die Autobahnen 7 und 38 schneller erreichen kann.

Die Probleme

In Hessisch Lichtenau hätte man theoretisch ab Sommer 2017 in der neuen Wache arbeiten können – wenn es nicht eine neue DIN-Norm für Rettungswachen gegeben hätte, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Erich Reiser. So hätten ein neuer Bauantrag, ein neues Fluchtwege- und Brandschutzkonzept erarbeitet werden müssen.

In Witzenhausen wurde im Frühjahr 2017 eine seltene Schlingnatter am Bauplatz „Unter den Brückenbergen“ gesichtet – Fachgutachten und Verhandlungen verzögerten den Bau um sechs Monate. Jetzt hat sich das DRK verpflichtet, für das streng geschützte Tier Steinwälle als Rückzugsraum zu bauen.

Die Kosten

Der Bau in Witzenhausen kostet laut Reiser 2,1 Millionen Euro (inklusive Grundstückskauf), in Hessisch Lichtenau schlagen die Arbeiten mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Das DRK nimmt dafür Kredite auf und kann wegen des gesetzlichen Auftrags die Kosten mit den Kostenträgern (Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungen) abrechnen.

Die Mitarbeiter

Je 45 Mitarbeiter sind an den beiden Stammwachen stationiert: Witzenhausen betreut Bad Sooden-Allendorf mit, Hessisch Lichtenau Großalmerode und Altefeld. Die Mitarbeiter werden rotierend eingesetzt, damit sie Routine in unterschiedlichen Einsatzszenarien behalten, sagt Vize-Geschäftsführerin Theresa Heß. Die 21 Notfallsanitäter-Azubis werden verteilt: Neun lernen in Hessisch Lichtenau, zwölf in Witzenhausen.  

Zwei Tage der offenen Rettungswache im Juni

Um der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Arbeit und ihren Alltag zu geben, laden die Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes Werra Meißner zu zwei Tagen der offenen Tür ein: 

  • Sonntag, 2. Juni: Rettungswache Hessisch Lichtenau, Leipziger Straße 151, ab 10 Uhr 
  • Samstag, 29. Juni: Neue Rettungswache Witzenhausen, Unter den Brückenbergen (B 80), ab 13 Uhr. 

An beiden Standorten können sich die Besucher auf eine große Fahrzeugausstellung, Führungen durch die neuen Räume und jeweils ab 14 Uhr auf eine Schauübung der DRK-Rettungsdienstschule freuen. Für die jüngsten Gäste gibt es das Teddybärenkrankenhaus, eine „Rettungswagenhüpfburg“ und Kinderschminken. Der Eintritt ist jeweils frei, für Essen und Trinken ist gesorgt.

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