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Rolling-Stones-Coverband "Sticky Fingers" rockte die Klampfe in Witzenhausen

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Brachten Klampfe zum Beben: Sticky Fingers mit Gitarrist Dirk Eckel (von links), dem Witzenhäuser Bassist Michael Draebing, Drummer Wolfgang Pitzen, Sänger Günther „Mick“ Grothaus und Gitarrist Volker Hovestadt.

Witzenhausen. Große Unterhaltung bot die Band Sticky Fingers am Freitag in der Musikkneipe Klampfe in Witzenhausen, die Songs der Rolling Stones eindrucksvoll imitierten.

Nicht nur, das Sänger Günther Grothaus Mick Jagger von den Rolling Stones sehr ähnlich sieht, auch sein Bewegungsablauf und die Stimme kommen den Bühnenauftritten Mick Jaggers in den 70er Jahren sehr nahe.

So feuerte „Mick“ die knapp 100 Zuhörer in der prall gefüllten Klampfe immer wieder an, in dem er auf der Bühne mit dem Arm ein Rad schlug oder aufs Sofa stieg und mit bebendem Arm die Zuschauer zum Mitsingen animierte. Typisch auch sein hocherhobener Arm mit ausgestrecktem Zeigefinger, das Springen auf der Bühne oder das Umhergehen mit dem Mikrofonständer. Den Zuschauern in den ersten Reihen blieb nichts anderes übrig, als kräftig mitzurocken und bei „Honky Tonk Woman“, „Ruby Tuesday“ oder „Let´s spend the Night together“ mitzusingen und ihren Musikgefühlen freien Lauf zu lassen. Dieses nahm „Mick“ zum Anlass, die eine oder andere Tänzerin zu umarmen und in seine Bühnenshow mit einzubauen.

Klassentreffen mal anders

„Was für ein unvergesslicher und fantastischer Abend“ sagte Heike Zeuner, die sich zuerst das Konzert mit südamerikanischen Klängen von Panama Red im Ringelnatzgarten anhörte, um dann mit Ehemann Frank und Freunden mit den „Stones“ in der Klampfe noch mal richtig abzurocken.

Aber die Witzenhäuser hatten auch noch einen anderen Star in der Band ausgemacht. Der Bassgitarrist Michael Draebing ist gebürtiger Witzenhäuser und spielt seit etwa sechs Jahren in der Bonner Tribute-Band mit. Das Witzenhäuser Konzert wurde zusätzlich eingeschoben, weil Draebing wegen eines Konzertauftritts in Berlin nicht am 40-jährigen Klassentreffen der Realschüler von 1975 teilnehmen konnte. So war auch Manfred Franz, der aus München angereist war, von dem Auftritt der Band mit seinem ehemaligen Klassenkameraden absolut begeistert. Er und weitere „Ehemalige“ waren gekommen und rockten sich schon mal warm für den nächsten Tag. „Michael wird nach dem heutigen Auftritt wahrscheinlich Ehrenbürger von Witzenhausen werden“, so der Kommentar von Sänger Günther Grothaus.

Der zeigte sich gegen Ende im legendären Muskelshirt und heizte mit Draebing, Drummer Wolfgang Pitzen und den Gitarristen Volker Hovestadt und Dirk Eckel mit „Paint it Black“ und „Satisfaction“ die Stimmung nochmal richtig auf. Nach zwei Zugaben mit den legendären Hits „Brown Sugar“ und „Jumpin´ Jack Flash“ verabschiedete sich die Band mit einer Verneigung vor ihrem Publikum. Dem Vorurteil, in Witzenhausen sei nichts los, wurde eindrucksvoll widersprochen, heute können sich nur die ärgern, die nicht zum Konzert gekommen waren. (znb)

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