Roßbacher bauen Heim für Schwalben

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Endmontage in luftiger Höhe: Von einem fahrbaren Kran beobachtet Hans-Jürgen Ullrich, wie Schreinermeister Rainer Baader die letzten Handgriffe an dem Schwalbenhaus vornimmt. 

Rossbach. Die Naturschutzbundgruppe aus Roßbach installiert ein Vogelhaus in luftiger Höhe.

Ein riesiges Schwalbenhaus mit einer Grundfläche von zwei mal zwei Metern thront seit Mittwoch in fünf Metern Höhe an der Oberen Bachstraße in Roßbach unweit der Einmündung zur Berliner Straße.

Mit fahrbarem Kranwagen, einem Teleskoplader und tatkräftiger Mithilfe mehrerer Mitglieder der Roßbacher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) Hessen wurde das mehrere Tonnen schwere Schwalbenhaus auf den zuvor vorbereiteten Stamm einer Douglasie gesetzt und endmontiert.

„Damit die Mehlschwalben angelockt werden, wurden bereits zwölf Kunstnester aus Holzbeton an der Dachunterseite vormontiert“, sagte Nabu-Vorsitzender Rüdiger Braun. Aufgrund des Standortes direkt am Wilhelmshäuser Bach hofft er, dass die Mehlschwalben hier den nötigen Dreck zum Bau weiterer Nester finden.

Auch verfügt das in Holzbauweise vorgefertigte Schwalbenhaus über zwei zusätzliche Fledermauseingänge. Hier können sich die künftigen Bewohner an den sägerauhen Holzbalken im Innern festkrallen.

Durch Eigenleistung und mit professioneller Unterstützung von Schreinermeister Rainer Baader, Zimmerer Marc Sombrowski und Dachdeckermeister Uli Träbing sowie zwei Geldspenden von den Roßbacher Jagdgenossen und der Sparkasse Werra-Meißner konnte die etwa 6000 Euro teure Niststätte nunmehr seiner Bestimmung übergeben werden. „Der Nabu als Träger musste sich allerdings gegenüber der Stadt dazu verpflichten, die Niststätte sauber zu halten, etwaige Reparaturen in Eigenregie vorzunehmen und bei Baufälligkeit das Schwalbenhaus wieder zu entfernen“, sagte Mitglied Jochen Brandt. „Weil die Mehlschwalben immer weniger Platz an den Häusern finden, haben wir einen weiteren Beitrag zur Erhaltung unserer Natur geleistet“, sagte ein zufriedener Rüdiger Braun.

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