Beteiligte einigen sich auf Strecke

Route für neuen Wanderweg P 25 bei Kleinalmerode steht

Schöne Ausblicke locken entlang des P 25: Wanderer können sich im Sommer zum Beispiel an diesem Blick Richtung Ellingerode erfreuen.
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Schöne Ausblicke locken entlang des P 25: Wanderer können sich im Sommer zum Beispiel an diesem Blick Richtung Ellingerode erfreuen.

Voraussichtlich ab dem kommenden Jahr können Wanderfreunde eine neue Route rund um den Witzenhäuser Stadtteile Kleinalmerode erkunden. Der Streit über die Strecke wurde jetzt beigelegt.

Nach langem Ringen steht die Route für den neuen Premiumwanderweg P 25 rund um den Witzenhäuser Stadtteil Kleinalmerode fest: Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, die Ideengeber aus dem Dorf und die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) haben sich auf eine Route geeinigt.

Sie führt westlich von Kleinalmerode am Sportplatz vorbei über einen Wiesenweg zum Forsthaus und folgt der Straße Richtung Nieste auf einem Pfad bis zum Knoche-Denkmal. Auf der anderen Straßenseite geht es zurück zum ehemaligen Waldspielplatz und östlich rund ums Dorf. Auf den umstrittenen Abschnitt durch einen Buchenbestand am Forsthaus wird verzichtet. Insgesamt wird die 13 Kilometer lange Strecke nun 1,6 Kilometer kürzer als geplant. 1,4 Kilometer verlaufen auf niedersächsischem Gebiet.

Im Januar hatte es noch so ausgesehen, dass die Route der ehrenamtlichen Kleinalmeröder IKEK-Gruppe zum Scheitern verurteilt sei: Ein Abschnitt sollte über NLF-Gebiet führen und das Forstamt Hann. Münden verweigerte mit Verweis auf die Verkehrssicherungspflicht eine Strecke abseits großer Forstwege (HNA berichtete). Nach einem Ortstermin mit Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Daniel Herz und Geo-Naturpark-Chef Marco Lenarduzzi hatten Vertreter der NLF einen eigenen Kompromissvorschlag unterbreitet.

Diese Route würde an der Douglasiensamen-Plantage und dem Knoche-Denkmal vorbeiführen, sagt der Leiter des Forstamts Hann. Münden, Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst. Insgesamt gäbe es nur ein sehr kurzes Stück mit erhöhter Verkehrssicherungspflicht. Er habe die dortigen Bäume begutachtet und halte das Risiko von herabfallenden Ästen für gering. Drei Forstamts-Mitarbeiter hätten den Vorschlag getestet, so Schmidt-Langenhorst. Aus naturschutzfachlicher Sicht habe man keine Bedenken.

Den Vorschlag der NLF, einen Teil des Weges wie in den Alpen über eine Rinderweide und Trittsteine im Bach zu führen, lehnte der Geo-Naturpark ab, sagt Lenarduzzi: Wanderer in Nordhessen seien nicht an direkten Kontakt mit Vieh gewöhnt, zudem sei auch für einen abgezäunten Pfad auf der Wiese der Pflegeaufwand sehr hoch.

Gewandert werden kann die ganze Route vermutlich ab 2021. Mit dem Fällen von Bäumen und dem Mulchen kann erst nach Ende der Brut- und Setzzeit im September begonnen werden. Der Geo-Naturpark startet aber schon mit der Planung für Beschilderung, Info-Tafeln, Rastplätze und die Anbindung an den neuen Kirschwanderweg 4 und den Premiumweg P 9. Wenn der P 25 fertig ist, wird er vom Deutschen Wanderinstitut getestet und bewertet.

Die Kleinalmeröder Initiatoren sind zufrieden mit dem Kompromiss, alle gewünschten lokalen Besonderheiten und Aussichtspunkte werden angesteuert. „Das ist gut umsetzbar“, sagt Hartmut Neugebauer. Er ist froh, dass der Weg nach einem Jahr Planung endlich kommen kann.

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