Schill bleibt an der Spitze

Das ist der neue Magistrat: Die Stadträte Walter Wilhelm (CDU, Hintere Reihe, von links), Waldemar Rescher (FWG), Rainer Winkler (SPD), Harald Geyer (SPD), Anna-Margarete Schmitz (Grüne), (vorne von links) Bürgermeisterin Angela Fischer, Erster Stadtrat Thomas Kiedos (SPD), Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill (SPD), Corinna Bartholomäus (Grüne) und Michael Craciun (CDU). Foto: Steensen

Witzenhausen. Thomas Kiedos (SPD) wird künftig als neuer Erster Stadtrat Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer vertreten.

Die Kirschenstadt hat einen neuen Ersten Stadtrat: Thomas Kiedos (SPD) wird künftig Bürgermeisterin Angela Fischer bei Bedarf vertreten. Das ist das zentrale Ergebnis der konstituierenden Stadtverordnetenversammlung in Witzenhausen.

Kiedos’ Mitstreiter im Magistrat sind Harald Geyer, Rainer Winkler (beide SPD), Corinna Bartholomäus, Anna Margarete Schmitz (Grüne), Michael Craciun, Walter Wilhelm (beide CDU) sowie Walter Rescher (FWG). Die neue Fraktion AfW war vor der Magistratswahl mit dem Antrag gescheitert, den Magistrat auf zwölf Sitze zu erweitern, damit alle Gruppen des Parlaments einen Vertreter entsenden können.

Vereidigt wurden die neuen ehrenamtlichen Stadträte von Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill (SPD). Er war wie erwartet im Amt bestätigt worden. Jedoch bot die FWG mit Waldemar Rescher einen Gegenkandidaten auf, auf den in der Abstimmung letztlich aber nur vier Stimmen entfielen. Harald Ludwig (SPD), Uwe Arends (Grüne) und Jörg Losemann (CDU) wurden Schills Vertreter.

Am Dienstag bekamen die zahlreichen Zuschauer schon einmal einen Vorgeschmack darauf, wie lebhaft es in einem Parlament mit sieben politischen Gruppen zugehen kann. Denn die Stimmenzuwächse bei der Kommunalwahl haben gerade den Vertretern der kleinen Gruppen (FWG, AfW, Linke, FDP) mächtig Aufwind gegeben. Sie brachten mutig Anträge ein, wohlwissend, dass ihre zusammen maximal sechs Stimmen gegen die Mehrheit der rot-grünen Koalition (16 Stimmen) und der CDU (neun Stimmen) nicht bestehen können.

„Auch wenn mir niemand zustimmt, stelle ich diesen Antrag“, sagte etwa Jürgen Vogelei (FDP) und forderte erfolglos, die Zahl der Ausschüsse auf drei zu reduzieren und die Aufgaben des Entwicklungsausschusses dem Bauausschuss zuzuschlagen, um die Arbeitsbelastung für die Abgeordneten zu verringen. Das wollte aber nur die CDU unterstützen. Die anderen Fraktionen waren der Meinung, dass der Entwicklungsausschuss wichtig sei, weil hier die Zukunft der Stadt abseits vom Tagesgeschäft beraten werden könne.

AfW, FWG und Linke scheiterten mit dem Antrag, die Zahl der Ausschussmitglieder von sieben auf elf zu erhöhen. Sie wollten so das ihrer Meinung nach ungerechte Losverfahren um den siebten Sitz in den Ausschüssen verhindern. Das lehnten die großen Fraktionen ab. „Alle Fraktionen sind in den Ausschüssen vertreten, alle haben Rederecht und können Anträge einbringen, auch wenn sie keinen Sitz mit Stimmrecht haben“, erklärte Dr. Rita Weber-Wied (Grüne) stellvertretend. So wurde doch gelost: Die FWG erhielt je einen Sitz im Haupt-, Finanz- und Rechtsausschuss sowie im Entwicklungsausschuss, die AfW entsendet Vertreter in den Sozialausschuss und den Bauausschuss.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.