Schmieden für Kinder

Schüler aus Schleswig-Holstein versuchten sich am Kupfertreiben

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Versteht was von ihrem Handwerk: Bianca Kranz erklärt Schülern auf der Burg Ludwigstein das Kupfertreiben.

Burg Ludwigstein. 14 Schüler aus Schleswig-Holstein haben auf der Burg Ludwigstein das mittelalterliche Handwerk Kupfertreiben getestet.

Sie bearbeiten mit Hämmern eine Kupferscheibe in einer Holzform. Wegen der Lautstärke mit Stöpseln im Ohr. Die Fünftklässler sind in ihr Handwerk vertieft. Die Blicke werden auf den Arbeitsplatz an der Werkbank gerichtet.

Bianca Kranz nimmt das mit Freude zur Kenntnis. Sie ist zuständig für die Koordination der Mittelalterprogramme auf Burg Ludwigstein, die dort in Zusammenarbeit mit der Jugendbildungsstätte für Schulklassen, Konfirmanden oder andere Gruppen mit Kindern und Jugendlichen angeboten werden.

Fünf Zünfte werden im Programm „Mittelalter zum Anfassen“ wieder zum Leben erweckt. Eine davon ist Kupfertreiben, die am Dienstag von Fünftklässlern aus Schleswig-Holstein ausgeübt wurde. Andere sind Kerzenziehen, Duftsäckchennähen, Naturweben und Specksteinschnitzen.

„Die Kinder sind durchweg begeistert. Sie können das Mittelalter hier förmlich spüren und sich mehr als in der Schule praktisch betätigen“, sagt Biannca Kranz. Die Faszination des „düsteren Zeitalters“ erreiche auch heute noch junge Menschen.

Nach ein paar Worten über die Geschichte der Kupferschmiede im Mittelalter erklärte Kranz den Schülern das Handwerk. Der Grundwerkstoff Kupfer wird in Form von Platten oder vorgefertigten Scheiben in Holzformen gelegt und von außen nach innen mit einem Hammer bearbeitet. Viele kleine Schläge seien dabei effektiver als wenige kraftvolle.

„Wir fertigen heute Schalen an. Gefäße wie Töpfe, Kessel und Schüsseln für die Aufbewahrung und Zubereitung von Lebensmitteln herzustellen, war auch im Mittelalter eine wichtige Aufgabe für den Kupferschmied. Natürlich gibt es auch feinere Produkte wie Schmuck“, sagt sie zu den Fünftklässlern. Der Unterschied: Im Gegensatz zum ursprünglichen Handwerk wird Kupfer auf Burg Ludwigstein kalt bearbeitet - aus Sicherheitsgründen.

Weitere Infos gibt es hier

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