Schnelle Hilfe per Funk

Am Grünen See in Hundelshausen steht jetzt eine Notrufsäule

Aufgestellt: Anja Strecker (Stadt Witzenhausen/von links), Bürgermeister Daniel Herz, Jens Stöber, Thomas Engelhardt, Joana Schmidt (alle DLRG Witzenhausen) und Norbert Faber (Ortsbeirat Hundelshausen) an der neuen Notrufsäule am Grünen See.
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Aufgestellt: Anja Strecker (Stadt Witzenhausen/von links), Bürgermeister Daniel Herz, Jens Stöber, Thomas Engelhardt, Joana Schmidt (alle DLRG Witzenhausen) und Norbert Faber (Ortsbeirat Hundelshausen) an der neuen Notrufsäule am Grünen See.

Dank einer Notrufsäule wird das Schwimmen im Grünen See sicherer.

Hundelshausen – Im vergangenen Jahr wurde der Grüne See in Hundelshausen vom Badesee zur Badestelle herabgestuft.

Damit einher ging der Abzug der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die bis dahin an dem beliebten See die Badeaufsicht gestellt hatte (die HNA berichtete). Mit einer von der Björn-Steiger-Stiftung finanzierten und von der Stadt Witzenhausen aufgestellten DLRG-Notrufsäule kann nun aber im Notfall direkt bei der Rettungsleitstelle Hilfe angefordert werden.

„Wir freuen uns sehr über diese neue Notrufsäule, die den Badegästen am Grünen See künftig ein etwas sichereres Gefühl geben dürfte“, betonte Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz am Freitag bei der offiziellen Einweihung. „Gleichzeitig hoffen wir natürlich, dass die Säule nie gebraucht wird“, ergänzte Joana Schmidt, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Witzenhausen.

4000 Euro hat die neue Notrufsäule gekostet, die mitten auf der Wiese oberhalb des Grünen Sees ihren Platz gefunden hat. „Wir mussten sie dort aufstellen, weil das die einzige Stelle mit vernünftigem Empfang ist“, erklärte Schmidts Vorstandskollege Thomas Engelhardt. Die Verbindung zur Leitstelle, die per Knopfdruck innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, kommt wie bei einem Handy über das Mobilfunknetz zustande. Weil die Säule mit Sonnenenergie betrieben wird, ist sie unabhängig vom Stromnetz.

25 dieser Notrufsäulen im Gesamtwert von 100 000 Euro lässt die Björn-Steiger-Stiftung seit vergangenem Jahr in Kooperation mit der DLRG an hessischen Badeseen, -stellen und -stränden aufstellen. „Kommt es im Sommer zu Badeunfällen, zählt jede Sekunde“, betont Engelhardt. Oft hätten Badegäste und Ersthelfer am See oder am Strand für einen Notruf aber kein Handy parat. Mit den neu entwickelten Notrufsäulen könne im Ernstfall jedoch schnell Hilfe gerufen werden, wobei der Rettungsleitstelle der Standort direkt automatisch durch ein GPS-Signal übermittelt werde. (per)

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