Schnellster Weg zum Käse

Biotechnikum bietet Wissenschaft zum Anfassen

Nachwuchsforscher: Die Schüler Johannes Küchler (links) und Leon Mendel bereiten sich auf die Versuche vor. Das Biotechnikum steht heute noch auf dem Marktplatz in Witzenhausen und ist ab 14. 30 Uhr für jedermann geöffnet. Foto:s  Bülau

Witzenhausen. Wie stellt man Käse her und wie kommen die Löcher hinein? Diesen Fragen sind gestern 15 Schüler der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode auf dem Marktplatz in Witzenhausen auf den Grund gegangen.

Im Zuge einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bot das „Biotechnikum“ die Kulisse hierfür - einen 38 Tonnen schweren Lastwagen mit mobilem Biotechniklabor.

Zu Beginn des eineinhalb-stündigen Praktikums gab es für die Schüler eine kurze theoretische Einführung. Hierbei wurde unter anderem erklärt, was Biotechnik überhaupt ist. Laut Anne Wiekenberg, der Leiterin des Praktikums, ist die Biotechnik nämlich eine der wichtigsten und zugleich ältesten Wissenschaften der heutigen Zeit. Ohne sie hätten wir kein Brot, keinen Joghurt, oder eben keinen Käse.

Um den sollte es dann auch im weiteren Verlauf gehen. Nachdem die Schüler einen Film gezeigt bekamen, in dem unter dem Titel „Wie kommen die Löcher in den Käse?“ die Herstellung eines solchen erklärt wurde, ging es endlich zum praktischen Teil über.

Die 13- bis 15-Jährigen fanden sich in Zweiergruppen zusammen, zogen sich die Laborkittel über und begaben sich an die Experimentiertheken. Hier wurden ihnen von Wiekenberg die wichtigsten Abläufe, wie Sicherheitshinweise und der Umgang mit den Pipetten, erläutert.

Dann konnten die Schüler endlich loslegen und selbst Käse herstellen. Dazu bekamen sie Milch und das genetisch gezüchtete Enzym Chymosin, das wichtiger Bestandteil von Käse ist. Durch die Zugabe des Enzyms kann die Milch gerinnen und so der Käse gewonnen werden.

Außerdem versuchten sie zu ermitteln, ob Käse bei der Zugabe von Salzlösung schneller herzustellen ist und ob man Käse wirklich immer bei einer Raumtemperatur von 37°C herstellen sollte.

Eine Gruppe junger Forscher fasste den Tag im Labor so zusammen: „Das Biotechnikum ist eine gelungene Aktion für Schüler, da es eine gute Alternative zum Schulalltag bildet und die Schüler sich selbst einen Eindruck verschaffen können.“

Von Léon Schütt

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