Blick über den Tellerrand

Schüler Jaschka Nicol aus Witzenhausen nahm am Erfinderlabor teil

+
Forschen in einem Labor der Technischen Universität Darmstadt: Jaschka Nicol (zweiter von links) und andere hessische Schüler experimentieren mit organischen Leuchtioden.

Witzenhausen. In einem Labor der Technischen Universität Darmstadt experimentierten hessische Schüler mit organischen Leuchtioden und Solarzellen.

Das war mal etwas ganz anderes: In einem professionellen Labor praktisch arbeiten und nicht nur im schnöden Chemieraum der eigenen Schule. Jaschka Nicol, Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Witzenhausen, durfte am Erfinderlabor der Firma Merck in Darmstadt teilnehmen.

Das Thema: Organische Elektronik. „Darunter konnte ich mir gar nichts vorstellen. Es war also komplettes Neuland für mich, aber es war spannend, über den Tellerrand zu schauen“, sagt der 17-Jährige. Drei Tage lang forschte er zusammen mit 15 weiteren Oberstufenschülern aus Hessen in einem Labor der Technischen Unterversität Darmstadt.

In vier Teams aufgeteilt experimentierten die Jungen und Mädchen mit organischen Leutioden (OLED) und Solarzellen aus halbleitenden Materialien. Zusätzlich zu den Testläufen gab es für Jaschka und die anderen ein Rhetorik-Training.

„Am letzten Tag mussten wir unsere Ergebnisse präsentieren“, erzählt er. Doch bis zu einer gelungenen Entwicklung war es ein weiter Weg. Ab und an mussten die Schüler Rückschläge einstecken. Das gewünschte Ziel, die organische Leuchtiode zu entwickeln und zum Leuchten zu bringen, erwies sich als schwieriges Unterfangen.

 „Am Ende hat es dann aber doch geklappt und das war natürlich ein tolles Gefühl“, sagt Jaschka. Für das Erfinderlabor hatte den Witzenhäuser sein Tutor Lothar Tinnemeyer vorgeschlagen, der ihn in Chemie und Biotechnik unterrichtet: „Jaschka ist ein herausragender Schüler, den soziale und fachliche Kompetenzen auszeichnen.“ Die Jury würde nur Schüler mit ausgezeichneten Noten auswählen und zu dem Workshop einladen.

Bleibt die Frage, ob Jaschka nach dem Abitur der Chemie treu bleiben wird?

„Erst einmal gehe ich nach Sambia und bin dort an Schulen als Sportlehrer unterstützend tätig. Danach möchte ich studieren. Es wird schon in Richtung Chemie oder Biochemie gehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.