Forderungen auf Plakaten und Bannern

300 wollen Taten sehen - Schüler demonstrieren in Witzenhausen für Klimaschutz

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Unter dem Motto „Fridays for Future“ gingen rund 300 Schüler auf die Straße und protestierten für eine bessere Klimapolitik.

Unter dem Motto „Fridays for Future“ streikten Schüler am Freitag in Witzenhausen für mehr Klimaschutz, so wie auch weltweit in mehr als 1500 Städten Menschen auf die Straße gingen.

Mit blinkenden Blaulichtern stehen die Polizeiautos an den Kreuzungen, der Himmel ist grau und der Regen ist kalt. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“, rufen Schüler aus der Region, während sie in einem Demonstrationszug durch die nassen Straßen von Witzenhausen ziehen.

In Deutschland waren in rund 170 Städten Proteste angesetzt. In Kassel und Göttingen waren Schüler auf der Straße - und eben auch in Witzenhausen. Schüler unter anderem aus der Berufsschule und Johannisberg-Schule in Witzenhausen, der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf, der Ernst-Reuter-Schule in Neu-Eichenberg und der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode nahmen an dem Generalstreik teil.

Laut Veranstalter Sandro Peter (17), Schulsprecher der Beruflichen Schulen Witzenhausen, nahmen etwa 300 Schüler an der Demo teil. Auch Eltern und weitere Interessierte schlossen sich dem Zug an. „Es ist höchste Zeit, dass sich etwas verändert, denn wir müssen mit den Konsequenzen leben“, sagt Peter.

„Wir sind nicht hier, um zu schwänzen, wir wollen etwas bewirken“, sagt Peter. Um etwas zu bewirken, müsse man zwischen drei Fehlstunden und dem Klimaschutz abwägen, so der 17-Jährige. Die Schüler sind sich sicher, ginge man in der Freizeit auf die Straßen, so würde kaum so viel Aufmerksamkeit erlangt werden, wie in der Unterrichtszeit.

Die Schüler haben konkrete Forderungen, wie dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel sowie ihrer kostenlosen Nutzung. Weitere Forderungen sind etwa, fossile Brennstoffe und Atomkraft vollständig durch erneuerbare Energien zu ersetzen, wie Clemens Kampmann, Oberstufensprecher der Rhenanus-Schule, in seiner Rede betonte. Es solle ab sofort zukunftsorientiert agiert werden. „Wir sind hier, um unsere Politiker zu ihren Hausaufgaben zu zwingen. Wir verlangen einen Richtungswechsel in Infrastruktur, Tierhaltung und Energieversorgung“, betont Kampmann.

Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen

Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen
Fridays for Future: Demonstration in Witzenhausen © Jessica Sippel

Kundgebungsort war Verhandlungssache

Der Demonstrationszug mit dem Ziel Stadtpark startete an der Jahnstraße durch die Südbahnhofstraße, über die Gelsterstraße und Carl-Ludwig-Straße über den Marktplatz zum Kirchplatz und an der Liebfrauenkirche vorbei. 

Sandro Peters, Veranstalter des Protestes, verhandelte vorab mit der Stadt über die Rahmenbedingungen. Seine erste Wahl war der Marktplatz als Kundgebungsort, da dort jedoch freitags Wochenmarkt ist, wurde dies von der Stadt zurückgewiesen. Es wurde sich auf den Stadtpark geeinigt, wie Bürgermeister Daniel Herz erklärte. 

Zudem wurde auch der Wunsch, mit dem Demozug über die Walburger Straße zum Stadtpark zu gelangen abgewiesen, da hier laut Herz für die Polizei zu viele Absperrungen nötig seien. Es sei ein guter Kompromiss, dass die Schüler um den Wochenmarkt herum laufen konnten, so Herz.

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