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Schüler der Johannisberg-Schule in Witzenhausen stellen Energieprojekte vor

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Von: Hannah Köllen

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Zeigen sich beeindruckt: Umweltberaterin Gabriele Maxisch (von links) und Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann schauten sich die Projekte von Lehrer Kamil Daniek und den Schülern an der Johannisberg-Schule in Witzenhausen an. Die Gruppe hat im „Grünen Klassenzimmer“ der Schule verschiedene Energieprojekte umgesetzt.
Zeigen sich beeindruckt: Umweltberaterin Gabriele Maxisch (von links) und Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann schauten sich die Projekte von Lehrer Kamil Daniek und den Schülern an der Johannisberg-Schule in Witzenhausen an. Die Gruppe hat im „Grünen Klassenzimmer“ der Schule verschiedene Energieprojekte umgesetzt. © HANNAH KÖLLEN

Das grüne Klassenzimmer der Johannisberg-Schule in Witzenhausen ist gut besucht: 25 Schüler sitzen vergangene Woche zusammen mit Lehrer Kamil Daniek auf den niedrigen Mauern und Stühlen im Kreis.

Witzenhausen – Zu Gast sind außerdem der erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann und Gabriele Maxisch, Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises, die sich die Projekte zum Thema nachhaltige Energien anschauen und Fragen beantworten wollen.

Das größtenteils von Schülern gestaltete grüne Klassenzimmer sei vor allem in Zeiten von strengen Corona-Maßnahmen viel genutzt worden, sagt Lehrer Daniek. Nun stehen dort die Ergebnisse von zwei Jahren engagiertem Physik-Unterricht. Die Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn haben in verschiedenen Lerngruppen an Projekten zum Thema erneuerbare Energien gearbeitet. „Es geht darum, den Kindern beizubringen, dass Themen wie Nachhaltigkeit wichtig für ihre Zukunft sind.“, sagt Daniek.

Die Schüler der Lerngruppe zum Thema Wind hatten verschiedene Anzahlen von Rotorblättern an selbstgemachten Windrädern aus Plastikflaschen montiert, um zu kontrollieren, warum an Windrädern immer nur drei Blätter angebracht werden. Sie stellten fest, dass sich, mit Blick auf das Verhältnis von Materialkosten und der produzierten Energie, mehr als drei Rotorblätter „einfach nicht rentieren würden“, so erklärt es die 16-jährige Jette Reuss.

Modell von Aufwindkraftwerk erwärmt Spielzeugpool

Zum Thema Solarenergie stehen gleich mehrere Modelle bereit: Ein Aufwindkraftwerk in kleinem Format wird von Schülern der neunten Klasse erklärt, ein ähnliches Konstrukt soll das Wasser eines Spielzeugpools erwärmen. Die Schüler stellten außerdem Elektroautos her, sowohl aus dem 3D-Drucker, als auch aus leichtem Tropenholz.

Zudem wurden noch weitere greifbare Modelle vorgestellt: die Solarkocher der Klasse 8b. Lehrer Daniek berichtet, es seien auch schon vegetarische Burger und Espresso mithilfe der Sonne gekocht worden. Vegetarisch deshalb, so der Lehrer, weil Nachhaltigkeit eben auch den Aspekt der Ernährung mit einschließe.

Handy mithilfe von Wasserenergie aufladen

Die Schüler haben sich außerdem mit Wasserenergie beschäftigt. Mit den verschiedensten Wasserrädern wird im grünen Klassenzimmer Energie erzeugt. An eines ist ein Handyladekabel angeschlossen: es funktioniert, das Handy beginnt den Ladevorgang. Mit Keksdosen, Blumentöpfen und alten Eimern wurden unterschiedliche Konzepte ausprobiert, alles Ideen der Schüler, wie der Lehrer betont.

Die Veranstaltung endet mit einer gemeinsamen Diskussionsrunde, die Gäste geben ein Feedback zu den Projekten. Der Kreisbeigeordnete Wallmann zeigt sich beeindruckt: „Klimaschutz und die Energiewende liegen mir extrem am Herzen. Ich finde es wichtig, dass sich junge Menschen mit Themen wie Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Ich hoffe, dass ihr, dass Sie an diesen Prinzipien festhalten werden.“ Gabriele Maxisch betont, wie wichtig derlei Projekte für die Gemeinschaft untereinander seien. Außerdem hoffe sie, dass sich einige der Schüler für einen Ausbildungsberuf im besprochenen Themenfeld entscheiden: „Es gibt einen riesigen Mangel an Fachkräften“, sagt sie. Auch die Schüler sind begeistert von den Projekten: „Es macht einfach Spaß, den Stoff so anschaulich erklärt zu bekommen“, findet Jette Reuss.

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