Tempolimit auf B451 gilt ab Mittwoch

Unfallschwerpunkt Schützenstraße: Tempo 30 soll Autofahrer absichern

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So sieht der Unfallschwerpunkt aus der Fahrerperspektive aus: Wer in Witzenhausen von der Schützenstraße nach links in die Oberburgstraße abbiegen will, sieht den Gegenverkehr oft erst sehr spät, weil die sogenannte A-Säule des Autos zwischen Frontscheibe und Fahrertür entgegenkommende Autos verdeckt. Deshalb entstehen an dieser Stelle viele Unfälle.

Witzenhausen. Um den Unfallschwerpunkt auf der Bundesstraße B451 in Witzenhausen etwas zu entschärfen, soll vorerst eine Tempo-30-Zone im Bereich Schützenstraße/Oberburgstraße eingerichtet werden.

Das kündigte Bürgermeister Daniel Herz auf HNA-Anfrage an.

Laut Herz gab es in der vergangenen Woche ein Gespräch mit Vertretern der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil und der Verkehrsbehörde des Werra-Meißner-Kreises. Dabei wurden auch die Ergebnisse der Verkehrszählung an dieser Straßenecke durch den Kreis vorgestellt. Die Bilanz eines durchschnittlichen Wochentages:

• etwa 6000 Fahrzeuge fahren die Schützenstraße hoch Richtung ZOB,

• etwa 4500 Fahrzeuge fahren die Schützenstraße hinunter Richtung Ermschwerder Straße,

• bis zu 3500 Fahrzeuge biegen nach links in die Oberburgstraße ab.

„Die Ecke gilt als Unfallschwerpunkt“, bestätigt Werner Kreßner vom Ordnungsamt. „Deshalb hat der Kreis die Einrichtung einer Tempo-30-Zone angeordnet.“ Die Schilder sollen am heutigen Mittwoch durch die Straßenmeisterei aufgestellt werden. Wie Herz ankündigte, soll mit einem mobilen Blitzer künftig kontrolliert werden, ob die neue Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten wird.

In den vergangenen Jahren habe es an der Ecke Schützenstraße/Oberburgstraße jeweils sechs Unfälle gegeben, so Kreßner. Im Juli starb sogar eine 36-jährige Rollerfahrerin nach einem dortigen Unfall. Die meisten Kollisionen geschehen, wenn Autofahrer nach links in die Oberburgstraße einbiegen wollen und dem Gegenverkehr die Vorfahrt nehmen, sagt Herz. 

Dabei behinderten nicht etwa Bäume oder Schilder die Sicht der Linksabbieger, statt dessen verdecke oft die eigene A-Säule im Auto den Gegenverkehr. Die Fahrer bemerken daher entgegenkommende Fahrzeuge viel zu spät – oder müssen sich verrenken, um die unübersichtliche Kreuzung gut einsehen zu können.

Das Tempolimit ist aber nur ein erster Schritt, sagt Herz. Stadt, Kreis und Hessen Mobil seien zu dem Schluss gekommen, dass eigentlich nur bauliche Maßnahmen die gefährliche Ecke wirklich entschärfen könnten. Das werde allerdings schwierig, weil die Straße an der besagten Stelle zu schmal sei, um eine Spur für Linksabbieger einzurichten. Die angrenzenden Grundstücke seien in Privatbesitz und könnten nicht dafür herangezogen werden.

Als Nächstes wird der Kreis eine Verkehrszählung für die Kreuzung Schützenstraße/Ermschwerder Straße vornehmen, so Herz. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll noch vor Weihnachten geprüft werden, ob man die Situation mit einer besseren Ampelschaltung entlang der Schützenstraße (zwischen Ermschwerder Straße und Busbahnhof) entschärfen kann. 

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