Seniorenrat bietet Fahrten zum Arzt an

Praxis-Shuttle-Bus: Der Pendel- und Begleitdienst zu Ärzten wird seit 15 Monaten vom Seniorenrat Witzenhausen – links dessen Vorsitzender Georg Grieß – angeboten. Die ehrenamtlichen Fahrer sind (von links) Werner Hartdegen, Projektleiter Norbert Zoth, Rudolf Schippers, Albert Turba und Herbert Holz, es fehlt Gerhard Kulle. Foto: Forbert

150 Mal waren die freiwilligen Helfer im Einsatz - für die Zukunft suchen sie Mitstreiter.

Witzenhausen. Fast 150 Fahrten in den vergangenen 15 Monaten, also im Durchschnitt zehn pro Monat, das ist die erste Bilanz, die die Projektgruppe Shuttle-Service des Seniorenrates Witzenhausen am Mittwoch zog. Und allein für die nächste Woche sind schon fünf Fahrten angemeldet.

Über mangelnde Nachfrage bei ihrem Pendel- und Begleitdienst zu Ärzten brauchen sich die ehrenamtlichen Fahrer um Projektleiter Norbert Zoth, der die Anfragen annimmt und die Touren koordiniert, nicht beklagen - im Gegenteil: Das sechsköpfige Team sucht jetzt weitere Mitstreiter, die sich auch mal ans Steuer setzen.

Die ehrenamtlich tätigen Witzenhäuser, allesamt Rentner, chauffieren Fahrgäste nicht nur zu Ärzten in der Stadt, sondern auch zu Fachpraxen und Kliniken in Hann. Münden, Kassel, Göttingen und Eschwege - kostenlos. Krankentransporte und Rollstuhlfahrten fänden nicht statt, betont Herbert Holz, einer der Fahrer der ersten Stunde, dass man keine Konkurrenz zu gewerblichen Diensten sein wolle. So werden in dem mit einer Einstiegshilfe ausgestatteten Kleinbus des Seniorenrates auch nur Patienten mitgenommen, die vom Arzt keine Transportverordnung erhalten.

Überdies wird nicht nur gefahren, der Chauffeur begleitet auch in die Praxis - und er wartet, bis der Besuch dort beendet ist und bringt bis zur Haustür zurück. „Ich bin auch schon mal über vier Stunden weggewesen“, berichtet Werner Hartdegen.

Zu einigen Fahrgästen, die die Dienste der Projektgruppe häufiger in Anspruch nehmen, wurde im Laufe der Zeit eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut, erwähnt Norbert Zoth einen der vielen positiven Aspekte des Shuttle-Service auch für die Ehrenamtler selbst. „Es ist auch immer interessant zu erfahren, welche angenehmen und unangenehmen Gegebenheiten des Lebens sich hinter den einzelnen Schicksalen unserer Fahrgäste verbergen“, sagt Zoth.

Dem stimmen Rudolf Schippers und Albert Turba zu. Auch sie freuen sich, dass das Angebot von allen dankend angenommen worden sei. Alle Nutzer seien sehr froh, „dass es so etwas gibt“. (sff) Kontakt: Interessenten für das Fahrerteam melden sich bei Norbert Zoth, Tel. 0 55 42/64 60.

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