Fast 5000 ältere Menschen wählen ihre Vertreter

Stimmabgabe für die Wahl des Witzenhäuser Seniorenrates noch bis zum 31. Januar möglich 

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Machen sich für Senioren stark: (von links) Reinhardt Schwerdt, Gerd Kulle, Pietro Wagner, Werner Jungheim, Rebekka Wendt, Norbert Zoth, Bürgermeister Daniel Herz, Birgitt Jaquet, Bernd-Dieter Köhler und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Katja Eggert. Auf dem Bild fehlen Renate Deutschmann und Christa Meder. 

Alle Witzenhäuser ab 60 Jahren dürfen an der Wahl des Seniorenrats im Januar teilnehmen. 

4800 Einladungen zur Wahl des neuen Seniorenrates sind in der vergangenen Woche in Witzenhausen und den dazugehörigen Ortsteilen verschickt worden. Noch bis zum 31. Januar besteht die Möglichkeit, für jeden Witzenhäuser ab 60 Jahren seine Stimme abzugeben und die Mitglieder des neuen Seniorenrats mitzubestimmen.

In diesem Jahr gibt es den Seniorenrat seit zehn Jahren. „Wir sind stolz darauf, in Witzenhausen einen Seniorenrat zu haben, der nicht nur mit Herz und Verstand dabei ist, sondern auch über viel Beratungskompetenz und Wissen verfügt“, sagt Katja Eggert vom Bündnis für Familie, die damit auch für den Seniorenrat zuständig ist.

Es gibt Beratung für Menschen mit Handicap, der Seniorenrat weiß über mögliche finanzielle Zuschüsse Bescheid, kennt sich in der Altersversorgung aus und kann mit seinen Hilfsangeboten dazu beitragen, dass Senioren im Alter länger unabhängig und eigenständig bleiben. Für fast jedes Problem wissen die Mitglieder vom Seniorenrat den richtigen Ansprechpartner. „Wir sind gut vernetzt, sowohl im Kreis als auch in ganz Hessen“, sagt Katja Eggert.

Seniorenrat bereits zwei Mal mit Sozialpreis ausgezeichnet

Bereits zwei Mal wurde er mit dem Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises ausgezeichnet und hat einmal den hessischen Demografie-Preis gewonnen. Der Rat veranstaltet verschiedene Projekte wie den Senioren-Info-Tag, gemeinsam mit dem Jugendrat gibt es generationsübergreifend Workshops zum Umgang mit Handy und Laptop und eine Info-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Polizei oder Fahrsicherheitstrainern.

Es gibt seit fünf Jahren einen Fahrdienst, der Senioren, die nicht mehr selbst Auto fahren können, zu Ärzten und Kliniken bringt. Insgesamt 234 dieser Touren gab es im vorigen Jahr. Seit einem Jahr läuft in den Ortsteilen das Projekt Seniorenkümmerer, sie sind die Anlaufstelle in der Nachbarschaft und stellen die Verbindung zum Seniorenrat her.

Der grüne Wahlzettel, auf dem jeder Wahlberechtigte zwischen einem und neun Kreuze machen darf, muss während der Öffnungszeiten des Rathauses im Foyer in die dafür vorgesehene Wahlurne gesteckt werden. „Abstimmen per Post ist leider nicht möglich“, erklärt Eggert.

Zehn Kandidaten stehen zur Wahl

Insgesamt zehn Kandidaten stehen zur Wahl, die sich in der vierten Amtszeit des Seniorenrates drei Jahre lang für ältere Menschen in der Stadt und auf den Dörfern starkmachen wollen. Pro Kandidat kann eine Stimme abgegeben werden.

Einer, der zum ersten Mal dabei ist, ist Bernd-Dieter Köhler. „Ich möchte mich gerne ehrenamtlich und unpolitisch engagieren, Menschen helfen und so dem Allgemeinwesen etwas zurückgeben“, erklärt der 67-Jährige seine Motivation.

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