Sie wollen die Evakuierung der Flüchtlingslager

Witzenhäuser Seebrücke nimmt am weltweiten Aktionstag teil

Setzen sich für Geflüchtete ein: Johanna Stein (von links), Daniel Böttcher und Isabel Schneider von der Ortsgruppe Seebrücke Witzenhausen.
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Setzen sich für Geflüchtete ein: Johanna Stein (von links), Daniel Böttcher und Isabel Schneider von der Ortsgruppe Seebrücke Witzenhausen.

Die Witzenhäuser Seebrücke nahm an einem aktionstag für die Schließung der Flüchtlingslager teil.

Witzenhausen – „Aufnahme statt Abschottung“ lautete das Motto einer Aktion, bei der am Samstagnachmittag Akteure der Witzenhäuser Ortsgruppe der internationalen Bewegung Seebrücke die sofortige Evakuierung der Flüchtlingslager an der europäischen Außengrenze forderten.

Die Aktion, bei der die Teilnehmer nach Einbruch der Dunkelheit Kerzen auf der Werrabrücke entzündeten und auf dem Marktplatz mit einer Lichtprojektion an der Rathauswand auf ihre Anliegen aufmerksam machten, war Teil eines europaweiten Aktionstages der Initiative Balkanbrücke, die seit Jahren die Situation in den Lagern auf den griechischen Inseln und dem Balkan anprangert.

„Die Bedingungen in den Geflüchtetenlagern sind in Zeiten der Corona-Pandemie und eines bitterkalten Winters zusätzlich verschärft und kosten Menschenleben, während die Grenzen dichtgemacht und die Aufnahme verkompliziert wird“, betonte Daniel Böttcher von der im vergangenen Juni gegründeten Ortsgruppe Seebrücke.

Deren Engagement für sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind, findet in der Witzenhäuser Bevölkerung seither viel Zuspruch.

„Wir haben aktuell auch direkt vor Ort Probleme, die es zu bewältigen gilt“, meinte Böttcher. So könne es nicht sein, dass in Zeiten von Corona Gemeinschaftsunterkünfte (GU) wie das Blumenhaus in Witzenhausen trotz des Lockdowns geschlossen und Geflüchtete gezwungen werden, in einer anderen GU auf engerem Raum zusammenzuleben (HNA berichtete). „Daher fordern wir die Stadt auf, in diesem Fall aktiv zu werden und die geplante Verlegung der Geflüchteten zu verhindern“, so Böttcher. (per)

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