Im Werra-Meißner-Kreis legt die SPD zu und die CDU verliert deutlich

Wahlkreis 169: Siebtes Direktmandat für Michael Roth

Michael Roth (vorn) mit Katharina Borngässer (von links), Michael Klöppner und Sören Kanzler aus seinem Wahlkampfteam.
+
Feierte in einem italienischen Restaurant in Bad Hersfeld seinen Wahlsieg: Michael Roth (vorn) mit Katharina Borngässer (von links), Michael Klöppner und Sören Kanzler aus seinem Wahlkampfteam.

Die Wähler haben gesprochen. Um 22.40 Uhr stand am Sonntag das Ergebnis der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag im Wahlkreis 169 Werra-Meißner / Hersfeld-Rotenburg fest.

Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg – Die SPD hat ihre nordosthessische Hochburg problemlos verteidigt. Der Sozialdemokrat Michael Roth gewann erneut das Direktmandat, nun schon zum siebten Mal seit 1998. Am Sonntag legte er gegenüber seinem Ergebnis von vor vier Jahren 1,9 Prozent zu und erhielt 43,7 Prozent aller Erststimmen.

Keine Chance hatte CDU-Herausforderer Wilhelm Gebhard: Der Wanfrieder Bürgermeister landete mit Abstand auf Rang zwei. Er kam auf 26,8 Prozent der Erststimmen. Da nützte auch sein Heimsieg in Wanfried nichts, wo er 52,8 Prozent erhielt. Zum Vergleich: Sein Parteifreund Timo Lübeck (Haunetal) erzielte vor vier Jahren 29,9 Prozent.

Die drittmeisten Kreuzchen bekam der AfD-Kandidat Gerhard Schenk (11,0 Prozent). Awet Tesfaiesus, die für die Grünen ins Rennen gegangen war, hatte am Ende mit 6,2 Prozent die Nase vorn gegenüber mit dem jüngsten Kandidaten, FDP-Nachwuchsmann Jorias Bach (5,5 Prozent).

Keine Rolle spielte Sabine Leidig (Linke/3,0 Prozent), die 2017 noch 5,5 Prozent geholt und über die Landesliste nach Berlin gekommen war. Auch Rainer Janisch (Freie Wähler/2,5), Beate Gerke (Die Basis/1,1), Berthold Hartmann (Die Pinken/Bündnis 21/ 0,1) und Heidi Schmidt (unabhängig/MLPD/ 0,08) erhielten nur wenige Stimmanteile.

Auch bei den Zweitstimmen behielt die SPD mit 37,7 Prozent (plus 5,0 gegenüber 2017) klar die Oberhand, gefolgt von der CDU mit 21,6 (minus 7,8) und der AfD mit 11,6 Prozent (minus 1,5). Besser als ihre Direktkandidaten schnitten neben der AfD die Liberalen (9,9 Prozent) vor den Grünen (9,0) und der Linken (3,5) ab.

Im Kreisteil Witzenhausen erzielte die SPD ihr bestes Ergebnis in Hessisch Lichtenau mit 40,2 Prozent. Die CDU holte mit 25,3 Prozent in Bad Sooden-Allendorf am meisten Zweitstimmen. Die AfD hatte ihr bestes Ergebnis mit 11,1 Prozent in Großalmerode, dort gewannen auch die Freidemokraten mit 9,2 Prozent und die Freien Wähler mit 4,9 Prozent am meisten Zweitstimmen. Hochburg der Grünen im Nordkreis ist Neu-Eichenberg mit 17,8 Prozent, allerdings holten sie in Witzenhausen auch 17,4 Prozent. Die Linke war ebenfalls in Neu-Eichenberg mit 7,0 Prozent am erfolgreichsten.

Nach Auskunft von Wahlleiterin Andrea Möller gab es am Wahlsonntag keine besonderen Vorkommnisse. Die Gemeinde Meißner hatte am Wahlabend am schnellsten ausgezählt, sogar in ganz Hessen. Die 2950-Einwohner-Gemeinde meldete um 19.14 Uhr das erste komplette vorläufige Ergebnis. Als letzte meldete die Gemeinde Wehretal, da war es 22.40 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.