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Grüne und Bunte Liste in Witzenhausen halten an Wunsch nach Sozialarbeitsstelle fest

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Von: Konstantin Mennecke

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Kann Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen beraten: Die Bunte Liste und die Grünen aus Witzenhausen wollen weiterhin eine Sozialarbeitsstelle.
Kann Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen beraten: Die Bunte Liste und die Grünen aus Witzenhausen wollen weiterhin eine Sozialarbeitsstelle. © Zacharie Scheurer/dpa

Die Grünen und die Bunte Liste in Witzenhausen wünschen sich weiter eine Sozialarbeiterstelle.

Witzenhausen – Grüne und Bunte Liste in Witzenhausen sind enttäuscht. Die von der Koalition abgelehnte Sozialarbeitsstelle war Anfang Februar auch nicht Thema im Sozialausschuss. Laut Mitteilung von Anne Klingengemeier und Daniel Böttcher ist der Sozialausschuss gar ganz ausgefallen – aufgrund fehlender Tagesordnungspunkte.

„Dies geschah, obwohl wir aktuell noch auf eine Reaktion der Koalition bezüglich des Vorschlags eine Sozialarbeitsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger Witzenhausens zu schaffen, warten. Dass SPD und CDU damit eine weitere Chance verstreichen lassen haben, um während der Corona-Pandemie auf die verschlechterten psycho-sozialen Situationen vieler Menschen zu reagieren, halten wir für äußerst bedenklich“, heißt es von Anne Klingenmeier und Daniel Böttcher in einer gemeinsamen Stellungnahme. Grundsätzlich habe es die Aussicht auf Fördergelder gegeben. „Noch in der Dezember-Sitzung des Sozialausschusses wurden uns von der Integrations-Koordinatorin (WIR) des Werra-Meißner Kreises entsprechende Fördermöglichkeiten genannt und auch Unterstützung bei der Beantragung dieser Mittel zugesagt. Daraufhin wurde ein Antrag der Bunten Liste eingereicht, der die Fördergelder beantragen sollte“, heißt es weiter.

Diesen habe die Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember mit den Stimmen der SPD und CDU mehrheitlich abgelehnt. „Es ist für uns daher äußerst irritierend, wenn SPD und CDU einerseits die konkreten Fördermöglichkeiten ablehnen und andererseits im Nachgang behaupten, solche hätten nicht existiert.“ Grüne und Bunte Liste sprechen von einer Hinhaltetaktik, da ihnen im Sozialausschuss uns von der SPD nahegelegt wurde, dass eine zielgruppenunspezifische Sozialarbeitsstelle eine bessere Aussicht auf politische Umsetzbarkeit habe.

„Wir haben diesen Vorschlag aufgenommen und finden es wichtig, eine Sozialarbeitsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger Witzenhausens zu schaffen. Denn dass die Pandemie viele Menschen vermehrt vor psycho-soziale Probleme gestellt hat, ist allen bewusst“, so Klingenmeier und Böttcher.

Und weiter: „Wenn die Koalition nun jedoch nicht bereit ist an den von Teilen der Koalition selbst vorgebrachten Vorschlag anzuknüpfen, macht sie sich unglaubwürdig. Wir sind immer noch bereit mit der Koalition Gespräche zu führen und sträuben uns nicht davor eine gemeinsame Lösung zu finden. Worauf wir uns jedoch nicht einlassen können, ist eine Diskussion, die die Belange der Betroffenen übergeht und damit soziale Missstände ignoriert.“ (Konstantin Mennecke)

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