Produktionsmenge soll um 20 Prozent steigen

Englischer Konzern investiert 13 Mio. in Papierwerk Witzenhausen

Investiert ins Papierwerk in Witzenhausen: Der englische Konzern DS Smith will für 7 Millionen Euro wichtige Maschinen ersetzen. Foto: Christian Tech/nh

Witzenhausen. Der englische Konzern DS Smith will in diesem und dem kommenden Jahr insgesamt 13 Millionen Euro in das Papierwerk Witzenhausen investieren.

Allein sieben Millionen Euro seien für den Einbau eines neuen Stofflösers vorgesehen. Investiert werde auch in die Wasseraufbereitungsanlage, Messtechnik und die Stärke-Silos. Das teilt Mark Ketterle jetzt mit, der das Werk seit Januar leitet.

„Die Investitionsgenehmigung für den neuen Pulper zeigt uns, dass der Konzern gewillt ist, weiter erheblich am Standort Witzenhausen zu investieren um dadurch Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, sagt Ketterle. Bei einem Pulper (deutsch: Stofflöser) handelt es sich um einen großen Rührbottich, der in der Papier-, Karton- oder Pappenindustrie genutzt wird, um Altpapier oder Zellstoff aufzulösen. Der derzeitige Pulper werde seit der Inbetriebnahme des Werks im Jahr 1975 genutzt. Laut Ketterle zeige er Verschleißerscheinungen und müsse ersetzt werden. Bis Ende 2016 soll die Maschine in Betrieb genommen werden, sie soll bis zu 40 Jahre halten. Der neue Pulper ist doppelt so groß wie der alte und soll unter anderem Schmutz und Fremdstoffe besser aus dem gelösten Papier filtern.

Bei DS Smith in Witzenhausen werden pro Jahr 364.000 Tonnen Altpapier aufbereitet und zu 340.000 Tonnen Wellpappenrohpapier verarbeitet. „Durch einen Umbau der Stoffaufbereitung, der Papiermaschine sowie Anpassungen in der Werksinfrastruktur soll die Produktionsmenge um rund 20 Prozent auf 410.000 Tonnen pro Jahr erhöht werden“, so Ketterle. Der Markt für Wellpappenrohpapiere sei stark.

Weitere Neuheit: Seit Mai untersucht das zentrale DS-Smith-Papierlabor für Europa in Witzenhausen Papier-Proben - eigene und solche von Wellpappenwerken. Sie werden unter anderem auf Festigkeit, Gewicht und Farbe getestet. Sobald man genügend Mitarbeiter gefunden habe, soll auch das Labor im Schichtbetrieb arbeiten, so Ketterle.

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