Einige, aber nicht alle Neuerungen funktionierten

„So voll war es zuletzt nicht“: Unser Schnell-Check zur Kesperkirmes

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Straßen waren gesäumt: Kirschenkönigin Tarah I. fährt im Trike zur Krönung.

Witzenhausen. Das war sie also, die 51. Witzenhäuser Kesperkirmes. Unter dem Motto „Traditionen bewahren und Neues ergänzen“ wollte die städtische Pro Witzenhausen GmbH als neue Veranstalterin mit neuem Konzept zurück zu den Wurzeln des beliebten Kirschenfestes gehen. Wie gut das gelang, klären wir in unserem Schnellcheck.

? Was war die wichtigste Neuerung bei der 51. Kesperkirmes?

!Der Wegfall des Wahlabends! Tummelten sich am Eröffnungsabend des Kirschenfestes bislang stets hunderte Menschen auf dem Marktplatz und hatten ihren Spaß beim Ermitteln der neuen Kirschenkönigin, blieb die „Partymeile“ diesmal am Freitag vergleichsweise spärlich besucht.

? Was fiel sonst noch bei Besuch der Kirmes auf?

!Da war zum einen der Cherry-Man-Triathlon, bei dem die Teilnehmer am Samstag direkt durch die Innenstadt liefen. Was sicher gut gedacht war, sorgte – wie schon einmal in der Vergangenheit – dafür, dass die Bewegungsfreiheit der Marktplatzbesucher durch die mit Flatterband markierte Strecke – wieder – deutlich eingeschränkt wurde. Die ebenfalls durch den Triathlon nötig gewordene Verlegung des traditionellen Kirschsteinspuckens vom Marktplatz in die Ermschwerder Straße hatte zudem zur Folge, dass dort mangels Zuschauern kaum Stimmung aufkommen wollte.

? Gab es auch Positives zu vermelden?

!Durchaus! Dabei ist vor allem das Kinderfest zu nennen, das wie schon in den Vorjahren am Samstagmittag die Besucher begeisterte. Und auch die Königinnenfahrt am Sonntag mit anschließendem Konvoi durch die Innenstadt und Krönungszeremonie auf dem Marktplatz lockte wieder die Massen in Scharen an. Impressionen vom Fest finden Sie hier.

? Was gibt es über den neuen Wahlmodus der Kirschenkönigin und die neue Krönungszeremonie zu sagen?

!Das Wichtigste vorweg: Es bleibt bis zum Schluss spannend! Niemand außer der Fachjury wusste, wer von den fünf Kandidatinnen tatsächlich die Krone bekommen würde und nichts sickerte durch. Dementsprechend emotional war dann auch das, was sich nach der Bekanntgabe auf der Bühne abspielte. Dass mit Tarah Fahrenbach diejenige zur 51. Kirschenkönigin gewählt wurde, die auch bei der Zeitungsabstimmung von den Witzenhäusern die meisten Stimmen bekommen hatte, spricht für die Neuerung. Auch wenn mit dem Wahlabend ein echter Spaßfaktor weggefallen ist, kann der neue Modus also als Erfolg gewertet werden.

? Wie schlug sich der neue Krönungs-Moderator Siegfried Feldpausch?

!Die Fußstapfen von „Mr. Kesperkirmes“ Rüdiger Ulrich erwiesen sich als sehr groß. Zwar machte Feldpausch seine Sache gut und führte (bis auf einige kleine Schnitzer) charmant durchs Programm. Aber so viel Witz wie „Porgy“ versprühte er bei Weitem nicht.

? Wie lautet das Fazit der Veranstalter?

!Stadtmanagerin Diana Brehm ist zufrieden mit dem Verlauf. Das Resümee der Besucher und Standbetreiber war gut: „So voll sei es in den vergangenen Jahren nicht gewesen.“ 

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