Verkehrsausschuss

Soll es in Witzenhausen bald rund gehen?

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Unfallschwerpunkt soll entschärft werden: Im Bauausschuss wurden am Dienstag Pläne für einen Kreisverkehr an der Kreuzung B451/ Oberburgstraße/ Am St. Jakob vorgestellt. Ob Hessen Mobil als Baulastträger der Bundesstraße diese umsetzen würde, ist allerdings noch völlig offen. Allein kann die Stadt nicht bauen.

Witzenhausen – Sollen in der Innenstadt von Witzenhausen drei neue Verkehrskreisel entstehen? Das wurde am Dienstag im Bauausschuss diskutiert, wo entsprechende Pläne vorgestellt wurden.

Um diese Standorte geht es:

B451/ Oberburgstraße

Wie Planer Yves Vogt (Ingenieurbüro Oppermann, Kassel) ausführte, könnte ein Kreisel auf der B 451 den Unfallschwerpunkt an der Einmündung zur Oberburgstraße entschärfen. Er schlug vor, den Verkehr vom Kreisel über den jetzigen Parkplatz am Diebesturm zu führen und die Parkplätze zu verlegen. Die Anzahl der Parkplätze bliebe erhalten.

B451/Walburger Str.

An der Einmündung von der Walburger Straße auf die B 451 im Bereich der Aral-Tankstelle ist das Linksabbiegen Richtung Hundelshausen oft schwierig. Auch hier könnte ein Kreisverkehr Abhilfe schaffen, argumentierte Vogt. Er schlägt vor, auch die Steingasse einzubinden.

Beide Kreisel müssten von Hessen Mobil gebaut und bezahlt werden, erklärt Ausschussvorsitzender Harald Ludwig (SPD). Eigentlich hätte Hessen Mobil dieses Jahr die B 451 zwischen Schützenstraße und Tankstelle sanieren wollen, aber nun auf 2021 verschoben. Eine eigene Planung, wie die Strecke mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die zweite Werrabrücke zurechtkommen soll, erarbeitet Hessen Mobil offenbar (noch) nicht.

Südbahnhofstraße

In diesem Jahr soll die dritte Phase der Sanierung der Südbahnhofstraße starten. Vorher muss das Parlament entscheiden, wie der Kreuzungsbereich zwischen Walburger Straße und Südbahnhofstraße aussehen soll. Planer Michael Lorenz (Felsberg) schlägt vor, auch hier einen Kreisel zu bauen, auch wenn die Kreuzung kein Stau- oder Unfallschwerpunkt ist. Der Grund: Ein Kreisel würde die „Rennstrecke“ Walburger Straße entschärfen und den Verkehr am „Tor zur Innenstadt“ abbremsen, wie es im Konzept zum Klimafreundlichen Verkehr seit Jahren diskutiert wird. Die Kosten belaufen sich laut Ludwig auf 1,1 Millionen Euro für einen Kreisel und 995 000 Euro für eine T-Kreuzung. Die Stadt kann Zuschüsse aus zwei Fördertöpfen erhalten.

Mehr als 20 Zuschauer verfolgten die Debatte, freute sich Ludwig. Viele Anwohner der Südbahnhofstraße wollten wissen, welche Anliegerbeiträge auf sie zukommen. Würde der Kreisel gebaut, müssten sie dafür nicht zahlen, da Kreisel generell nicht beitragsfähig sind.

So geht es weiter

Beschlüsse fasste der Bauausschuss nicht, die Fraktionen sollen sich noch beraten. Eine erneute Debatte soll es Ende März im Bauausschuss, die Entscheidung am 2. April im Parlament geben. Bauamtsleiter Bernd Westermann ist zuversichtlich, dass die Kreuzung Walburgerstr./ Südbahnhofstraße noch 2019 umgebaut werden könnte, der Rest der Strecke bis zur Gelsterbrücke würde in Abschnitten 2020 saniert.

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