Kunden würden vor allem digitale Angebote nutzen

Sparkasse Werra-Meißner schließt vier Filialen und vier Geldautomaten-Standorte

Hauptsitz der Sparkasse Werra-Meißner: Das Beratungscenter in Eschwege.
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Der Hauptsitz der Sparkasse Werra-Meißner: Das Beratungscenter in Eschwege.

Die Sparkasse Werra-Meißner schränkt ihr Vor-Ort-Angebot weiter ein: Je vier Filialen und vier Selbstbedienungsstandorte werden geschlossen. Das Geldinstitut begründet das mit verändertem Kundenverhalten.

Werra-Meißner - Wie Lutz Römer, Sprecher der Sparkasse Werra-Meißner, am Freitagabend mitteilt, sollen zum 2. Januar 2021 die Geschäftsstellen in Grebendorf, Frankershausen, Niederhone und Netra geschlossen werden, zurück bleiben Selbstbedienungsstandorte. Des Weiteren werden die Selbstbedienungsstandorte und Geldautomaten in Fürstenhagen, Sooden, Weißenborn und bei Honsel-Grebendorf aufgegeben. In Weißenborn hält ab 2021 wieder die Überland-Sparkasse. Die Haltestelle in Velmeden wird indes nicht mehr vom Bankbus angefahren.

„„An Standorten, an denen die Nutzung durch die Kunden in den letzten Jahren zum Teil drastisch zurückgegangen sind, muss die Sparkasse Anpassungen vornehmen“, teilt der Vorstand mit. „Eine kleine Geschäftsstelle, die im Schnitt noch von einem oder zwei Kunden pro Stunde aufgesucht wird, können wir nicht dauerhaft aufrecht erhalten.“ Zuletzt habe man das Filialnetz vor sieben Jahren ausgedünnt.

Römer verweist in seiner Pressemitteilung darauf, dass sich das Kundenverhalten grundlegend verändert habe: Mehr als 60 Prozent der täglichen Geldgeschäfte würden per Online-Banking oder App abgewickelt, 90 Prozent aller neuen Konten würden online genutzt. Zum Abheben von Bargeld biete die Sparkasse 32 Geldautomaten im Werra-Meißner-Kreis.

Um den neuen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, würde man in den Ausbau der Technik, Fortbildung der Mitarbeiter und die großen Beratungsstandorte in Eschwege, Witzenhausen, Hessisch Lichtenau, Bad Sooden-Allendorf und Sontra investieren, in denen Bankmitarbeiter an sechs Tagen pro Woche für individuelle Beratungen zur Verfügung stünden. Von Montags bis Freitags könnten Kunden ihre Bankgeschäfte zwischen 8.30 und 19 Uhr telefonisch beim Kundencenter abwickeln. „Darüber haben die Kunden zudem die Möglichkeit, sich Bargeld auf Bestellung nach Hause liefern zu lassen“, versichert Römer. (Friederike Steensen)

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