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Spaß bis zum Abwinken in Fürstenhagen

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Majestäten unter sich: Angelina I. (von links), Jonas I., Julia I., Stephan I. (Fürstenhagen) sowie Sonja I. und Jürgen I. (Hessisch Lichtenau).
Majestäten unter sich: Angelina I. (von links), Jonas I., Julia I., Stephan I. (Fürstenhagen) sowie Sonja I. und Jürgen I. (Hessisch Lichtenau). © Chris Cortis

Tolle Bühnenshow in Fürstenhagen zum Auftakt der Karnevalssession.

Fürstenhagen – Rhein ? Isar ? Von wegen. An der Losse spielt die Musik. „Meeega“ würde ein Dieter Bohlen sagen, wäre er dabei gewesen. Hoch schlugen die Wogen der Heiterkeit am Samstagabend im proppenvollen Saal des Hessisch Lichtenauer Stadtteils. Bei der Prunksitzung des örtlichen Carnevalclubs kamen die knapp 300 Freunde der fünften Jahreszeit voll auf ihre Kosten: Spaß bis zum Abwinken.

Und da war es längst schon Sonntag. Nein, trotz langer Durststrecke haben sie das Feiern nicht verlernt, die Fürstenhagener und ihre Gäste, die freudig schunkelten und zum Teil ausgelassen auf den Tischen tanzten. Gleich doppelten Grund, sich zuzuprosten hatten die Närrinnen und Narrhalesen, besteht der CCF doch exakt ein halbes Jahrhundert. „Karneval hat Tradition, beim CCF seit 50 Jahren schon“, lautete denn auch treffsicher das Motto des Abends, in großen Lettern über den mit der Prunkmütze geschmückten Häuptern des Elferrates.

Vier Stunden Programm in Fürstenhagen

Mehr als vier Stunden lang führte Sitzungspräsident Thorsten Freitag souverän durch ein Programm, dem die unterschiedlichen Tanzgarden mit zum Teil akrobatischen Figuren ihren Stempel aufdrückten.

Märchenfiguren: Heike Wiese (links) und Anke Pleyer als Rapunzel und Rotkäppchen.
Märchenfiguren: Heike Wiese (links) und Anke Pleyer als Rapunzel und Rotkäppchen. © Cortis, Christoph

Als Jüngste begeisterten die entzückenden Tanzmariechen Anna Heinemann und Selina Scherer, die erstmals Bühnenluft schnupperten, während in derselben Rolle Sophie Heinemann schon seit vier Jahren unterwegs ist und die Herzen des Publikums im Sturm eroberte.

Die erste Rakete gezündet wurde für die 22-köpfige Prinzengarde, die in ihren violetten Oberteilen und weißen Röckchen wie ein Wirbelwind über das Parkett fegten. Angeblich, so war zu hören, habe sich Hollywood schon bei den feschen jungen Damen gemeldet.

Lachsalven provozierten die Glücksbringer, die in Gestalt Grimm’scher Märchenfiguren zum Teil per Rollator oder Handkarre auf die Bühne geschoben wurden und sich in einem Altenheim wiederfanden, um griechischen Wein aus der Schnabeltasse zu verkosten. Die Lachmuskeln strapaziert wurden außerdem bei einer Parodie auf den TV-erprobten Bauchredner Sascha Grammel, der seine Stimme gern einer Schildkröte leiht. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem gepanzerten Tier war in der Fürstenhagener Version nicht zu übersehen.

In wechselndem Outfit: die Glücksbringer offenbarten bei der Kostümierung viel Fantasie.
In wechselndem Outfit: die Glücksbringer offenbarten bei der Kostümierung viel Fantasie. © Cortis, Christoph

Bei so Gassenhauern, wie „Viva Colonia“ oder „Alarm im Sperrbezirk“ stimmte das Publikum lautstark ein und machte mit auch beim hier und da geächteten Laila-Song. Furiose Auftritte der Zuckerpuppen in ständig wechselndem Outfit und der Unglaublichen, wie sich eine achtköpfige Männerriege nennt, rundeten ein spritziges Programm ab.

Zwischendurch wurden Claudia Fleck und Jennifer Schläger für ihre Trainingsarbeit vom Vizepräsidenten der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen (IKN), Thomas Wölfert, mit dem Verdienstorden der IKN ausgezeichnet. Natürlich wurden auch sämtliche Akteure nicht ohne den Orden des CCF verabschiedet. Fürstenhagens Prinzenpaar Stephan I. und Julia I., die im zweiten Jahr Zepter und Krone tragen, holten auch die Majestäten aus der Kernstadt, Sonja I. und Jürgen I., auf die Bühne und hatten eingangs die Narrenschar mit launigen Worten begrüßt. Trotz 600 Litern Bier im Ausschank und diverser Beschleuniger hatten auch nach Mitternacht die allermeisten Besucher noch einen klaren Blick.

(Chris Cortis)

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