Aktion am Awo-Altenheim

Spielmannszug aus Witzenhausen verzaubert mit Ständchen für Senioren

Musik mit Abstand: Die Bewohner des Awo-Altenzentrums lauschten von den Balkonen und vom Garten aus den Melodien, die Jens Sparbier (rechts) sowie (von vorne) Anna-Lena Lipphardt, Chantal Kools und Marie Koch ihnen spielten.
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Musik mit Abstand: Die Bewohner des Awo-Altenzentrums lauschten von den Balkonen und vom Garten aus den Melodien, die Jens Sparbier (rechts) sowie (von vorne) Anna-Lena Lipphardt, Chantal Kools und Marie Koch ihnen spielten.

Mit einem kleinen Konzert haben vier Mitglieder des Witzenhäuser Spielmanns- und Fanfarenzuges (SFZ) den Bewohnern des Awo-Altenzentrums am Samstagvormittag eine große Freude bereitet.

„Musik erreicht gerade demente Menschen sehr gut und ist damit unheimlich wichtig für sie“, sagte Tanja Stude von der sozialen Betreuung des Awo-Altenzentrums, die mit ihrer Kollegin Kerstin Koch und Pflegeschülerin Paula Koch die Idee zu dem musikalischen Experiment hatte. Den Kontakt zum Spielmanns- und Fanfarenzug hergestellt hatte Paula Koch, deren Schwester Marie dort spielt und die auch am Samstag mit von der Partie war.

Weil wegen der akuten Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus und dessen Gefährlichkeit gerade für ältere Menschen derzeit in allen Seniorenheimen absolutes Besuchs- und Zutrittsverbot herrscht, mussten die vier Musiker Jens Sparbier (Pauke), Marie Koch, Chantal Kools (beide Trompete) und Anna-Lena Lipphardt (Lyra) in gebührendem Abstand zum Altenzentrum auf einem an das Gelände angrenzenden Fußweg ihre Melodien zum Besten geben. Die Bewohner lauschten dem Vortrag entweder von den Balkonen oder vom Garten aus, in dem – ebenfalls mit reichlich Abstand – zahlreiche Stühle aufgestellt worden waren.

„Wir sind sehr dankbar, dass der Spielmanns- und Fanfarenzug uns das ermöglicht hat“, meinte Stude. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei das eine schöne Abwechslung für die Bewohner des Altenzentrums gewesen.

Profitiert von der Aktion haben letztlich aber nicht nur die Bewohner, sondern auch die Musiker selbst. „Seitdem es die Kontaktbeschränkungen gibt, haben wir keine Möglichkeit mehr, zusammen zu üben“, sagte der SFZ-Vorsitzende Jens Sparbier. Da selbstverständlich auch alle für den April geplanten Auftritte abgesagt wurden und es auf unbestimmte Zeit wohl auch keine mehr geben werde, sei dieses kleine Konzert auch für ihn und seine Mit-Musikerinnen ein echtes Vergnügen gewesen.

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