Bürgermeister Hix: Keine Ansprüche mehr gegen Stadt Bad Sooden-Allendorf

Sportinternat-Insolvenz zog Vergleich nach sich

Ehemaliges Sportinternat Bad Sooden-Allendorf, Außenansicht
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Noch steht das ehemalige Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf leer.

Muss oder musste die Stadt Bad Sooden-Allendorf wegen der Insolvenz ihres ehemaligen Sportinternats noch Ansprüche abgelten? Das wollte die Grünen-Fraktion mit einer Anfrage vom Magistrat wissen.

Bad Sooden-Allendorf - Konkret waren gegen Bürgermeister Frank Hix (CDU) in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Geschäftsführer der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft, die das Sportinternat betrieb, Ansprüche angezeigt worden. Diese Anzeige habe der Insolvenzverwalter obligatorisch gemacht, kombiniert mit dem Vorwurf, dass der Antrag auf Einleitung des Insolvenzverfahrens zu spät gestellt worden sei, antwortete Hix vor dem Parlament.

Die Stadt sei aber von einer Wirtschaftskanzlei stets anders beraten worden, so Hix. Deshalb habe es, um einen Prozess zu vermeiden, einen Vergleich gegeben. Die 29 000 Euro habe dann die Versicherung der Stadt übernommen. Der Streitwert habe 47 000 Euro betragen, antwortete Hix auf die Fragen.

Seitens des Insolvenzverwalters hieß es Anfang dieser Woche auf Anfrage, dass das Verfahren noch laufe, „da die Vermögensverwertung noch nicht abgeschlossen ist“. Ansprüche gegen die Stadt gebe es aber nicht mehr, so Hix, das habe der Insolvenzverwalter ermittelt. Forderungen gegen Dritte seien aber noch offen.

Inzwischen gibt es bekanntlich neue Pläne, um dem Sportinternats-Gebäude in anderer Form wieder eine Zukunft zu geben. Dem Projekt, bei dem die Werraland-Lebenswelten eine Stätte für bis zu 22 junge Menschen mit und ohne Handicap zum Wohnen, für den Sport und zum Lernen betreiben wollen, wurde vom Stadtparlament jetzt noch zugestimmt – zusammen mit einem weiteren Projekt, dem Erlebnisgarten des Familienzentrums. Beide waren fristgerecht schon zur Förderung durch Bund und Land angemeldet worden.  

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