Kinderbetreuung

Stadt Bad Sooden-Allendorf unterstützt Verein Hort-Impuls

Kann weitermachen: der Hort, in dem Grundschulkinder nicht nur nachmittags, sondern während der Ferien auch vormittags betreut werden.
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Kann weitermachen: der Hort, in dem Grundschulkinder nicht nur nachmittags, sondern während der Ferien auch vormittags betreut werden.

Aufatmen beim Verein Hort-Impuls in Bad Sooden-Allendorf: Die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern in einem mietfreien, kreiseigenen Gebäude Im Eilse ist vorerst gesichert.

Bad Sooden-Allendorf – In seiner Sitzung am Freitagabend billigte das Parlament einen leicht veränderten Antrag der CDU, wonach bis Ende Juli nächsten Jahres die Stadt das bis dahin auflaufende Defizit zu 100 Prozent übernimmt. Die Mehrheitskoalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG, die im Finanzausschuss zwei Tage vorher noch empfohlen hatte, den ähnlichen Antrag der Union abzulehnen, enthielt sich diesmal geschlossen der Stimme.

Laut dem Beschluss soll der Verein bis zum Ende dieses Jahres ein Konzept vorlegen, wie es nach dem 31. Juli 2022 weitergehen soll. Dann nämlich will der zum Teil seit mehr als 20 Jahren amtierende Vorstand die Geschicke des Horts in jüngere Hände legen.

Der Fehlbetrag von deutlich über 30 000 Euro resultiert zu etwa zwei Dritteln daraus, dass die jahrelang unterbezahlten Erzieherinnen nach Tarif entlohnt werden. Andererseits waren als Folge der Corona-Pandemie viele Eltern abgesprungen und hatten ihre Kinder aus der Betreuung herausgenommen.

Bei maximal 25 Plätzen besuchen aktuell nur noch zwölf Kinder den Hort. Vereinsvorsitzender Werner von Rechenberg geht allerdings fest davon aus, dass die durchschnittliche Auslastung von 22 Kindern wieder erreicht wird, wenn die Stadt voll hinter dem Hort steht. Diese Rechtssicherheit beschwor in der Debatte auch der CDU-Abgeordnete Tobias Klenke. Der Hort sei „unbedingt schützenswert“. Er entlaste berufstätige Alleinerziehende und Familien. Gleichzeitig bietet er den Kindern neben Spiel und Spaß auch eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung.

Eine Lanze für den Hort brach auch Bürgermeister Frank Hix. Es gehe um das soziale Engagement und Bad Sooden-Allendorf als familienfreundliche Stadt. Für die Koalition bemerkte Carolin Krengel, dass viele Fragen noch zu klären seien. Ohne ein Konzept sei das nicht möglich: „Wir können uns nicht von Halbjahr zu Halbjahr hangeln.“

Dorothee Junkermann wehrte sich gegen den Eindruck, sie fände den Hort überflüssig. Sie habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass eine finanzielle Unterstützung nicht zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehöre, sondern eine freiwillige Leistung sei. Auch sie sprach sich für eine „rechtssichere und langfristige Lösung“ aus. Bedenken äußerte Martin Herrmann (Die Grünen) wegen des jetzt schon „schwer defizitären Haushalts“ der Stadt. (zcc)

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