Träger will Krabbelgruppe anbauen

Stadt Witzenhausen verkauft Kita-Gebäude an Deutsches Rotes Kreuz

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Soll ausgebaut werden: Der DRK-Kreisverband Witzenhausen will am Familienzentrum Pusteblume am Berlepschweg in Witzenhausen eine weitere Krabbelgruppe anbauen. Dazu wird die Stadt das Gebäude ans DRK verkaufen.   

Witzenhausen. Weil sonst Fördermittel für den Bau einer weiteren Krabbelgruppe verloren gehen würden, wird die Stadt Witzenhausen das Gebäude samt Grundstück am Berlepschweg an den DRK-Kreisverband Witzenhausen verkaufen.

Dort befindet sich das DRK-Familienzentrum Pusteblume. Das hat das Stadtparlament am Dienstag beschlossen. Als Preis werden 300.000 Euro angesetzt.

Bedingung ist, dass der Verkehrswert des Grundstückes festgestellt wird, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst seine Zustimmung gibt und sich das DRK verpflichtet, den Kindergarten mindestens zehn Jahre weiter zu betreiben.

Wie Bürgermeisterin Angela Fischer im Parlament erläuterte, will das DRK Fördermittel für den Bau einer neuen Krabbelgruppe nutzen. Diese könnten aber nur an den Eigentümer des Gebäudes ausgezahlt werden. „Alle Investitionen müssten daher über den städtischen Haushalt laufen“, sagte Fischer. Weil im Haushalt aber keine Mittel für eine kurzfristige große Investition vorgesehen sind, sei diese Option ausgeschlossen. Daher empfehle der Magistrat den Verkauf. Der Kaufpreis setzt sich laut Fischer aus dem geschätzten Grundstückswert von 107.300 Euro, dem Gebäudewert von 188.000 Euro und einer Markise (4700 Euro) zusammen.

Die Stadt hatte das Kindergartengebäude 1996 gebaut und dafür Fördermittel von Land und Landkreis erhalten. Die Bindungsfrist für diese Fördermittel endet 2023. Allerdings haben Land und Kreis bereits 2007 zugestimmt, dass Gebäude und Grundstück verkauft werden dürfen, wenn das DRK sich verpflichtet, die Bedingungen des damaligen Bewilligungsbescheids zu übernehmen.

Kritik an den Plänen kam von der AfW-Fraktion: Dr. Christian Platner fragt, warum andere freie Kita-Träger nicht mit ähnlichen Anliegen an die Stadt herantreten. Zudem mahnte er, die Stadt solle nicht vorschnell ihr Eigentum verkaufen, weil Folgekosten auf die Stadt zukommen könnten. Zudem äußerte er Bedenken am Kaufpreis, weil das Gebäude einst für eine Million DM (heute etwa 500.000 Euro) gebaut worden war. Wegen der Abschreibungen habe das Gebäude heute für die Stadt nur noch einen Wert von 188.000 Euro, erwiderte Fischer. Die restlichen Stadtverordneten hatten keine Bedenken und stimmten für den Verkauf. 

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