Stadtführer zog seine Gäste in den Bann

Mit mystischen Geschichten im Fackellicht durch Witzenhausen

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Erzählte von Wichteln und seinem Fährmann: Hyronimus Kalteis alias Daniel von Trausnitz (Zweiter von rechts) erzählte den Besuchern bei einem Fackelrundgang am Bootsanleger an der Schlagd vom goldenen Glanz der Werra, der von einem versenkten Wichtelschatz stammt. 

Witzenhausen. Wer diese Geschichten einmal gehört hat, wird sie nie vergessen und sich immer wieder an sie erinnern, wenn er mal wieder durch Witzenhausen schlendert.

Es sind die mystischen und verrückten Geschichten, die Hyronimus Kalteis, alias Daniel von Trausnitz, den Besuchern bei einem Fackelrundgang durch Witzenhausen erzählte, die sich so oder so ähnlich zugetragen haben sollen.

Auch am vergangenen Samstag zog der Abenteurer und Gaukler beim Fackelschein mit einem Gefolge durch die Stadt und erwärmte die Besucher bei gefühlten Minustemperaturen mit seinen Geschichten. So las er aus einem Brief von Vladimir Jickesch, der über 900 Jahre in einer alten Villa in der Nähe des Eulenturms lebte und wie ein durch sein Herz getriebener Pfahl ihn zu neuem, unvergesslichem Leben und zu neuer Liebe erweckte.

Geschichten vom Glanz der Werra

Auch berichtete er am Witzenhäuser Hafen an der Schlagd vom goldenen Glanz der Werra, der immer gegen 20 Uhr zu sehen sei. Dieser rührt von dem Schatz eines Wichtelvolkes, das ein Fährmann als Lohn für das Übersetzen der Wichtel über die Werra erhielt. Da er die Goldklumpen in der Dunkelheit allerdings nur als Kieselsteine ansah, kippte er den Wichtelschatz wieder in die Werra, der heute für den sogenannten Werraglanz sorgt.

Stadtführer Kalteis erzählte auch vom Ritter Windsack im Kettenhemd, der sich auf dem Diebesturm als Wetterfahne betätigte und durch zusätzliches Trampeln bis zu 17 Umdrehungen pro Minute erreichte – bis heute ein nie mehr erreichter Rekord.

Stadtführung inklusive Zungenbrechern

Neben der Neudefinition des Begriffes „Ei des Kolumbus“ erzählte Kalteis vor einem Friseursalon in der Brückenstraße die Geschichte wie ein Barbier mit einem Bart in Barbaras Rhabarberkuchenbar von Barbaras Rhabarberkuchen probiert und dabei das Rhabarberbarbarakuchenbar-Bier trank. Auch die Geschichte wie der Riesennatterklapperrattenschnitter im Land der Pappelwappenklappenritter bei Blickershausen mit Riesennatterklapperrattengitter die Pappelwappenklappenritter von den Riesennatterklapperratten befreit, sorgte für Erheiterung und ließ die Gesichtsmuskeln der Besucher wieder auftauen.

Egal ob sich die Geschichten und Mythen jemals so zugetragen haben oder nicht – die 30 Besucher aus nah und fern erlebten einen äußerst humorvollen und unterhaltsamen Stadtrundgang, der auch später beim Anblick der Sehenswürdigkeiten noch ein Schmunzeln in ihrem Gesicht hervorzaubern wird.

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