Stadtplaner stellt Konzept für Umbau der Haltestelle „Am Markt“ vor

Witzenhausen. Die Bushaltestelle „Am Markt" in Witzenhausen soll über das Haltestellenprogramm ein neues Gesicht bekommen - und der Marktplatz möglicherweise auch.

Yves Vogt vom Planungsbüro Oppermann (Vellmar) hat im Bauausschuss gezeigt, wie das aussehen könnte. Die Pläne im Überblick:

• Ein Hochbord soll die Haltestelle um 18 Zentimeter erhöhen, damit man leichter in den Bus einsteigen kann. Der Bereich wird barrierefrei.

• Ein verglastes Wartehäuschen mit Sitzmöglichkeit soll Wartende vor Regen schützen.

• Der Gehweg vor der Ladenzeile soll verbreitert werden, damit man bequem hinter dem Wartehäuschen vorbeigehen kann. Dazu wird die Fahrbahn Richtung Marktplatz verlegt, der Gehweg soll dann vier (statt bisher zwei) Meter breit sein.

• Die Fahrbahn wird durch die Verlegung schmaler und ist künftig nur noch 5,5 Meter statt sechs Meter breit. Der Bus hält am Fahrbahnrand.

• Tempolimit: Der Bereich an der Haltestelle soll als verkehrsberuhigt, die Geschwindigkeit auf 20 Kilometer/Stunde begrenzt werden. Fußgänger dürfen ganz offiziell auf der ganzen Fläche vom Markt über die Fahrspur zur Haltestelle gehen.

• Schlanke Poller statt der Kübel sollen den Marktplatz von der Fahrspur abgrenzen.

Wann mit dem Umbau begonnen werden kann, ist noch offen. Zum einen müssen die Arbeiten mit anderen Projekten abgestimmt werden, sagte Bauamtsleiter Bernd Westermann. Dabei geht es um den Ausbau der Südbahnhofstraße und die Sanierung der Landstraße nach Wendershausen, die beide Straßensperrungen erfordern. „Ich kann es nicht versprechen, dass wir die Haltestelle in den Sommerferien umbauen“, so Westermann. Zum anderen müssen die Stadtverordneten entscheiden, ob jetzt nur die Haltestelle erneuert werden oder ob zugleich die Umgestaltung des Marktplatz vorbereitet werden soll - etwa indem man sich bereits auf ein bestimmtes Pflaster einigt, selbst wenn der Platz erst in drei bis fünf Jahren saniert werden sollte.

Stadtplaner Vogt präsentierte ein passendes Konzept, das nicht nur das schadhafte Pflaster des Platzes ersetzen, sondern eine niveaugleiche Fläche ohne Stufen und Bordsteine schaffen will. Die Walburger Straße wie auch der komplett umzugestaltende Bereich hinter dem Rathaus sollen in diese Fläche integriert werden. Zudem schlug Vogt vor, die Betonringe um die Platanen zu entfernen und dort Sitzgelegenheiten zu schaffen. Terrassen könnten das leichte Gefälle vor der Außengastronomie ausgleichen.

Laut Bürgermeisterin Angela Fischer muss der Markplatz dringend saniert werden, die Beschwerden wegen des Pflasters nähmen zu. Damit die derzeit noch nicht ermittelten Kosten nicht auf die Anwohner umgelegt werden müssen, sollen Fördermittel eingeworben werden. Darauf will Georg Gries nicht warten. Er mahnte in Namen des Seniorenrates zum schnellstmöglichen Umbau der Haltestelle: „Die Fördermittel dafür sind da!“

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