Beim Spaziergang mit Planerin wurden Wünsche geäußert

Stadtumbau Witzenhausen: Mehr Bänke ins Grüne

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Station in einem Innenhof: Rund 20 Interessierte waren am Samstagnachmittag mit Stadtplanerin Susanne Engelns (Mitte) auf dem zweiten Stadtspaziergang, diesmal ging es durch die Altstadt Witzenhausens. 

Witzenhausen. Wie kann der öffentliche Raum in Witzenhausen attraktiver gestaltet werden? Wie können Hausbesitzer dazu bewegt werden, ihre Gebäudefassaden zu sanieren und so dazu beizutragen, das Bild der historischen Altstadt zu verschönern? Und was muss getan werden, um die Verkehrssituation in der Kirschenstadt zu verbessern?

Diese und ähnliche Fragen standen am Samstag im Mittelpunkt des zweiten Stadtspaziergangs im Rahmen des Stadtumbauprozesses.

Nachdem bei einer ähnlichen Veranstaltung Mitte März bereits die Nordstadt näher betrachtet worden war, ging es für die rund 20 Teilnehmer diesmal quer durch die Altstadt – vom Parkplatz an der Schlagd mit der benachbarten Werrabrücke über Ermschwerder Straße, Diebesturm und Philosophenweg bis zur Walburger Straße und der Steinstraße. Dabei warf Stadtplanerin Susanne Engelns von der NH Projektstadt, die zurzeit das städtebauliche Entwicklungskonzept erstellt, einen Blick auf verschiedene Gebäude und öffentliche Plätze, aber auch in Innenhöfe und stellte dar, welche Maßnahmen sie sich dort im Rahmen des Städteumbaus vorstellen könnte.

Nach dem einstündigen Rundgang hatten die Teilnehmer dann erstmals seit Aufnahme Witzenhausens in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ im Oktober 2016 die Möglichkeit, sich an einer Planungswerkstatt zu beteiligen und in verschiedenen Arbeitsgruppen selbst Ideen und Anregungen einzubringen. „Wir haben uns bewusst entschieden, diesen wichtigen Meilenstein im Planungsprozess in den bundesweiten Tag der Städtebauförderung einzubinden“, betonte Bauverwaltungsleiter Bernd Westermann.

Und er zeigte sich vom Ergebnis genauso begeistert wie Susanne Engelns. „Es ist großartig, wie interessiert die Teilnehmer waren und wie gut sie mitgearbeitet haben“, betonte die Stadtplanerin. In den vier Arbeitsgruppen seien die Themen „Brachflächen und Gewerbe“, „Öffentlicher Raum und Stadtgrün“, „Sanierungsbedarf und Leerstand“ sowie „Verkehr und Mobilität“ behandelt und interessante Vorschläge entwickelt worden.

„Es wurde beispielsweise der Wunsch geäußert, die Aufenthaltsqualität auf städtischen Grünflächen etwa entlang der Werra oder an der Stadtmauer durch das Aufstellen von zusätzlichen Bänken zu verbessern“, so Engelns. Auch die Umgestaltung der Werrabrücken-Umgebung, der Erhalt der historischen Altstadt und der Wunsch nach Geschwindigkeitsreduzierung und mehr Rücksicht im innerstädtischen Verkehr seien thematisiert worden.

Bis Ende September folgen noch mehrere Veranstaltungen, in denen die Bürger in die Planungen eingebunden werden. Dann soll das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) stehen und in den kommenden zehn Jahren umgesetzt werden. 

Info: In den kommenden Tagen wird das Planungsbüro alle Workshop-Ergebnisse auswerten und auf der Internetseite der Stadt veröffentlichen: www.witzenhausen.de

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