Platz für 12.000 Hühner

Bau von Stall beantragt: Viele Fragen wegen Hühnerkot

Kleinalmerode. Der Bauantrag des Legehennenstalles von Investor Uwe Zimmermann für 12.000 Hühner in der Feldgemarkung Weinberg Kleinalmerode war am Montag Thema des Ortsbeirates.

Nach Diskussion und Beratung hat der Ortsbeirat vier Punkte herausgearbeitet, die weiter untersucht werden sollten.

• In einer Stellungnahme bittet der Ortsrat die Stadt Witzenhausen zu eruieren, wo genau der Kot entsorgt werden soll. Ursprünglich hatte es geheißen, er würde alle vier Wochen von einer Firma abgeholt, die ihn als Dünger weiterverwendet. „Es kann nicht sein, dass die Kleinalmeröder mit dem Restkot durch das Aufbringen auf ortsnahe Grundstücke überproportional belastet würden“, so Ortsvorsteherin Angela Veit.

• Auch soll geprüft werden, ob die beiden Tiefbrunnen am Rand des Rodeberges durch Versickerungen von Kotauswaschungen beeinträchtigt würden.

• Zu prüfen sind ebenso der Geräuschpegel der Belüftungsanlage und die Geruchsbelästigung bei austauscharmen Wetterlagen für die Orte Kleinalmerode, Hubenrode, Ermschwerd und Ellingerode.

• Erstaunt war der Ortsbeirat, dass über die Straßenzufahrt zum Gebäude keine Angaben gemacht wurden. „Der jetzige geteerte Feldweg muss eine Last von 60 Tonnen tragen“ so Veit.

Der Legehennenstall mit den notwendigen Nebeneinrichtungen wie Eierpackraum, Hygieneschleuse, Futtersilos und Kotlager hat laut Bauantrag eine Größe von 137 Metern Länge und 17 Metern Breite. Der Stall hat vier Abteile für je 3000 Hennen, wobei eine Nutzfläche von sechs Hennen pro Quadratmeter vorgesehen ist. Im Außenbereich steht den 3000 Hennen jeweils ein Areal von 12.000 Quadratmetern zur Verfügung, was rechnerisch vier Quadratmetern pro Henne entspricht. Die Legehennen werden alle 13 Monate ausgetauscht und sollen rechnerisch 270 Freilandeier pro Jahr legen.

Bezüglich der Geruchsemissionen wird der Mindestabstand von 180 Metern bis zur nächsten Wohnbebauung mit 600 Metern laut aktueller Planung um das Dreifache übertroffen; bei der Ammoniakimmission wird der Abstand zum Wald gerade so eingehalten.

Die Wasserversorgung geschieht durch einen eigenen Brunnen und das Schmutzwasser soll in einer Sammelgrube aufgefangen werden. Auf eine Drainage wird verzichtet und das Oberflächenwasser soll in einem geplanten Löschwasserteich mit Überlauf zu einer Feuchtwiese laufen. Der anfallende Kot soll zunächst in einem Kotlager gesammelt und als Dünger auf betriebseigene Grundstücke aufgebracht werden. (znb)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.