Sturzgefahr an der Bordsteinkante

Harte Kante: Ludger Beesten von der Bürgerinitiative Sinnvolle Verkehrsplanung mit seinem Rad an der Bushaltestelle hinter der Werrabrücke. Hier geht es auf den Radweg. Foto: Demmer

Witzenhausen. Bürgerinitiative Sinnvolle Verkehrsplanung fordert Absenkung an der Bushaltestelle nahe der Bohlenbrücke.

Einen Stolperstein im wahrsten Sinne des Wortes sehen die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Sinnvolle Verkehrsplanung in Witzenhausen an der Bushaltestelle direkt an der der Bohlenbrücke. Wer auf der Brücke stadteinwärts fahre und auf den Radweg an der Werra wechseln möchte, muss an der Bushaltestelle eine Kante überwinden. Hier fordert die BI eine so genannte Nullabsenkung, also einen Bordstein auf Höhe der Straße.

In der momentanen Situation müsse der Radfahrer absteigen oder weiter ausholen und das Vorderrad über die Kante lupfen, erklärt der BI-Vorsitzende Ludger Beesten. Als Radfahrer wolle man aber nicht unnötig absteigen oder sich einer Gefahr aussetzen, meint er. Daher fordert die BI hier eine zeitnahe Nullabsenkung.

In der neu gestalteten Südbahnhofstraße sei es versäumt worden, einen, so die BI, „vorbildlichen Fahrradverkehr zu ermöglichen“. 2012 sei in einem Plan ein ausgebauter Radweg auf der rechten Seite der Südbahnhofstraße vorgesehen gewesen, so Beesten. „Damit hätte Witzenhausen zum ersten Mal einen vernünftigen Radweg bauen können.“ Für die anstehende Sanierung der Nordbahnhofstraße wünscht er sich, dass hier ein Fahrradweg berücksichtigt wird, da viele mit dem Rad zum Bahnhof fahren.

Bauamtsmitarbeiter Werner Fischer erklärt zur Südbahnhofstraße, dass weit vor deren Sanierung während einer Anliegerversammlung die Anwohner die Sichtweise geäußert hätten, dass es keines Radweges bedürfe. Radfahrerschutzwege könnten im Nachhinein noch aufgebracht werden, so es einen weiterführenden Radwegeanschluss gibt.

„Der Marktplatz und die Fußgängerzonen sollten grundsätzlich für den Fahrradverkehr offen bleiben“, fordert die BI in einer Pressemeldung. Beesten zeigt aber auch Verständnis für das Anliegen des Seniorenrats, die Fußgängerzone am Tag nicht freizugeben. „Man muss natürlich Schritt fahren.“ Hierauf sei am besten durch Schilder hinzuweisen. Die BI begrüßt, dass ein zweiter Ordnungshüter eingestellt werden soll, der darauf achtet, dass nicht zu schnell gefahren wird.

Erstmal für ein Jahr soll die zweite Ordnungskraft eingestellt werden, erklärt Michael Zimmermann, Fachbereichsleiter Verwaltung. Die Einstellung erfolge flankierend zur Diskussion um die Freigabe der Fußgängerzone für Radfahrer, in die Diskussion sollen auch die Bürger eingebunden werden. Die zweite Ordnungskraft soll verstärkt die Innenstadt überwachen. Dazu gehört laut Zimmermann auch, den Lieferverkehr einzuschränken und zusätzlich abends zu kontrollieren.

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