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Partyband El Trinkos verabschiedet sich mit Gute-Laune-Marathon

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Von: Christoph Cortis

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Legten sich zum Abschied mächtig ins Zeug: die El Trinkos mit (von links) Gerald Ullrich (64, Saxophon und Klarinette), Manuel Ullrich (33, Schlagzeug und Löffel), Florian Hildebrand (33, Gitarren und Bassgitarre), Moritz Vowinkel (28, Bandleader und Multi-Instrumentalist), Robin Knote (32, Gitarren und Gesang), Stefan Heuckeroth (33, Frontmann und Sänger), Norman Ullrich (43, Sänger) und Sven Vellmer (30, Keyboard).
Legten sich zum Abschied mächtig ins Zeug: die El Trinkos mit (von links) Gerald Ullrich (64, Saxophon und Klarinette), Manuel Ullrich (33, Schlagzeug und Löffel), Florian Hildebrand (33, Gitarren und Bassgitarre), Moritz Vowinkel (28, Bandleader und Multi-Instrumentalist), Robin Knote (32, Gitarren und Gesang), Stefan Heuckeroth (33, Frontmann und Sänger), Norman Ullrich (43, Sänger) und Sven Vellmer (30, Keyboard). © Chris Cortis

Mit einem zehnstündigen Konzert haben sich die El Trinkos von der Bühne verabschiedet.

Ermschwerd – Nach über 500 Auftritten in mehr als zehn Jahren haben die Mitglieder der beliebten und weithin bekannten Partyband El Trinkos ihre Musikinstrumente in die Ecke gestellt und sich ins Privatleben zurückgezogen. Zum Finale am Freitagabend lieferte die Formation aus dem Witzenhäuser Stadtteil Ermschwerd eine Show der Superlative ab.

In den heimischen Wichtelstuben wuchs sich das Abschiedskonzert zu einem Gute-Laune-Marathon aus. Zehn Stunden lang brachten die Männer um den musikalischen Leiter Moritz Vowinkel sowie Frontman und Leadsänger Stefan Heuckeroth den Saal zum Kochen. Ballermann-Hits wechselten sich ab mit volkstümlichen Weisen, Tanzliedern, hartem Rock und Titeln aus den aktuellen Charts. Regelmäßig unter gingen die Schlussakkorde in einem Jubelsturm des Partyvolkes, das jeden Quadratzentimeter des Parketts in Anspruch nahm.

Private und berufliche Gründe hätten das Karriereende der El Trinkos bestimmt, sagt Heuckeroth, lässt gleichzeitig aber ein Hintertürchen offen, wenn er von einer „Pause auf unbestimmte Zeit“ spricht. „Die Menschheit wird’s erfahren, wenn es irgendwann einmal weitergeht“, fügt er hinzu.

Bis hinein nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen haben die El Trinkos mehr als 75 000 Fans mit ihrer Musik beglückt, bei der sie stets auf elektronisches Playback verzichtet hatten: „Jeder Ton zu hundert Prozent live gespielt und gesungen.“

In die Kategorie der schönsten Erinnerungen ordnet Heuckeroth die Auftritte zum Erntefest in Witzenhausen und zum Johannisfest in Eschwege ein. Ebenfalls dazu zählt er das Oktoberfest in Bremke bei Göttingen. Dort habe „vom ersten bis zum letzten Ton der komplette Saal auf Tischen und Bänken gestanden“.

Mit umgekehrten Vorzeichen im Gedächtnis geblieben ist dem Frontman ein anderes Ereignis: Vor der Abfahrt zu einem Konzert im südniedersächsischen Benterode war der Ermschwerder Gruppe ihr Tourbus gestohlen worden. Glücklicherweise konnten kurzfristig Ersatz beschafft werden.

Wie beliebt die El Trinkos sind, spiegelt sich in zahlreichen Kommentaren über die sozialen Medien wider. „Super-Musiker“, „Wahnsinnsabend“ und „Weltklasse-Buben“ sind nur einige davon. Sicher ist: Man wird sie vermissen, die El Trinkos. (zcc)

So fingen die El Trinkos an: Sven Vellmer (vorn, von links) und Manuel Ullrich; dahinter (von links), Rene Speck, Moritz Vowinkel, Stefan Heuckeroth und Florian Hildebrand.
So fingen die El Trinkos an: Sven Vellmer (vorn, von links) und Manuel Ullrich; dahinter (von links), Rene Speck, Moritz Vowinkel, Stefan Heuckeroth und Florian Hildebrand. © privat/nh

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