Wegen Stau war Fahrer verbotenerweise auf Waldweg unterwegs

Tanklaster mit 26.000 Litern Öl steckte bei Witzenhausen fest

Tanklaster mit 26.000 Litern Öl steckte bei Witzenhausen am Waldrand fest.

Witzenhausen. Ein Tank-Sattelzug hat seit Montagabend 20 Uhr am Sandberg in Witzenhausen in einer Kurve eines Feldweges festgesteckt. Seine Bergung war aufwendig.

Er hatte 26.000 Liter Grundöl geladen und sich am Hang festgefahren. Am Dienstagnachmittag dann begannen die Bergungsarbeiten. Dazu war ein Spezialunternehmen aus Göttingen angerückt, das den 40-Tonner mit einem starken Berger herauszog, während der Tank mit einem Kran hinten angehoben wurde. Gegen 18 Uhr war alles geschafft.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 18.15 Uhr

Akute Gefahr für das direkt angrenzende Wasserschutzgebiet bestand nicht, allerdings war zunächst befürchtet worden, dass es zum Zusammenbrechen oder auch Auseinanderplatzen des Tankes kommen könnte, falls sich aufgrund einer weiteren Bewegung ein Loch oder Riss bildet, erläuterte Klaus Schinzel, Leiter der Polizeistation Witzenhausen.

Wie er weiter berichtete, hatte ein 46 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Polen, der den Transporter eines Logistik-Unternehmens in Rehm-Flehde-Bargen (Schleswig-Holstein) steuerte, wegen eines langwierigen Staus am Montagabend auf der Bundesstraße 80 kurz vor Witzenhausen noch nach einer Umfahrung gesucht.

So bog er in Höhe von Unterrieden nach rechts ab und fuhr verbotswidrig drei Kilometer zunächst auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg, der dann aber zu einem Feldweg wird. Eine Kurve oberhalb des Bottenrodbach-Tales am Waldrand nahm er zu eng und blieb stecken.

Nichts geht mehr: In dieser Kurve eines Feldweges oberhalb des Nordbahnhofs von Witzenhausen hat sich der Sattelzug am Montagabend festgefahren. Foto: Alsleben

Wegen einer Vollsperrung der Autobahn 7 in Richtung Süden ab dem Nachmittag war der Verkehr über die A38 und B27 und B80 zur Auffahrt Hedemünden umgeleitet worden. Von dort bis zur Autobahnabfahrt Friedland/Marzhausen staute sich der Verkehr. Als er auf die vermeintliche Abkürzung abbog, hatte der Brummfahrer schon zehn Kilometer im Stau geschafft. Spätestens bei Möbel Jaeger hätte er wieder darin gestanden.

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