Europäische Jugendwoche

Tanz auf dem Marktplatz in Witzenhausen

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Witzenhausen. Tolle Stimmung herrschte am Samstagabend auf dem Witzenhäuser Marktplatz, wo mit einem bunten und fröhlichen Folkloreabend der Startschuss zur 59. Europäischen Jugendwoche auf Burg Ludwigstein fiel.

Weit mehr als 100 Jugendliche aus Deutschland, Lettland, den Niederlanden, Ungarn und der Türkei sind auf der Burg zusammengekommen, um sich auszutauschen, zu tanzen und zusammen Spaß zu haben. Einen ersten Eindruck von ihrem Können präsentierten die Gruppen den mehreren hundert Besuchern auf dem Marktplatz.

Nachdem es zum Auftakt beim Holzschuhtanz der holländischen Volkstanzgruppe „Kansemble“, die ihre Premiere bei der Europäischen Jugendwoche feiert, etwas gemächlicher zugegangen war, ging bei der Gruppe „Vizbulite“ aus Lettland die Post ab. Bei dem eher unkonventionellen Beitrag der Letten, die bereits zum siebten Mal auf der Burg Ludwigstein dabei sind (allerdings immer in komplett neuer Besetzung), bekam man den Eindruck, als würde jeder einzelne Akteur seinen Tanz auch wirklich leben. Farbenfroh und geradezu edel wurde es mit der türkischen Folkloregruppe „Karıyaka Hürriyet Halk Dansları“ aus Karıyaka (Izmir), bei der neben der tänzerischen Vorstellung und der orientalischen Musik vor allem die wunderschönen Trachten begeisterten. Und nachdem „die Tanzgruppe der Ungarndeutschen in Werischwar“ aus Pilisvörösvár die Zuschauer mit ihrem temporeichen Beitrag förmlich von den Sitzen gerissen hatte, sorgten „Die Ludwigsteiner“ als Gastgeber für den krönenden Abschluss einer rundum gelungenen Veranstaltung.

„Wir wollen mit der Europäischen Jugendwoche wieder einmal zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist und dass über Grenzen hinweg echte Freundschaften entstehen können“, hatte Michael Göbel, Vorsitzender des Arbeitskreises Europäische Jugendwoche, in seiner Eröffnungsrede betont. Nicht zuletzt deshalb habe man diesmal auch ganz bewusst Gruppen aus Ungarn und der Türkei eingeladen, weil gerade diese beiden Länder sich derzeit politisch abschotten und mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam machen würden. „In unserer hektischen Zeit wird viel über Europa geredet“, meinte Witzenhausens Erster Stadtrat Thomas Kiedos, der die urlaubende Bürgermeisterin Angela Fischer vertrat. „Ihr seid diejenigen, die Europa praktizieren – und dafür herzlichen Dank“, meinte er an die Teilnehmer und den Veranstalter gerichtet. 

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