Mehrere Tausend Besucher kamen am Sonntag

"Technik zum Anfassen" in Witzenhausen: Einen Tag lang experimentieren 

+
Spektakulär: Auf dem Messe-Freigelände demonstrierten Mitglieder des Technischen Hilswerkes (THW), wie mit modernster Ausrüstung verschüttete Menschen aus einer Grube gerettet werden können

 „Technik zum Anfassen“ hieß es am Sonntag auf dem Gelände der Deula/HeRo in Witzenhausen, wo der Verein MINT im Werra-Meißner-Kreis bereits zum achten Mal seine beliebte Messe für Jung und Alt ausrichtete.

Auch in diesem Jahr erwies sich die Veranstaltung wieder als echter Besuchermagnet. Mehrere tausend Menschen waren von nah und fern gekommen, um auf unterhaltsame Weise mehr über naturwissenschaftliche und technische Berufe zu erfahren und über Phänomene zu staunen, die nicht nur Kinder und Jugendliche zum Ausprobieren einluden. Dazu gab es jede Menge Tipps für die Berufsorientierung und ein buntes Rahmenprogramm.

„Ich freue mich sehr über dieses anhaltend große Interesse an den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie an unserer Messe“, strahlte der Organisator und MINT-Vereinsvorsitzende Gerd Semmler beim Blick über das gut gefüllte Messegelände. Unter dem Motto „Entdecken, Experimentieren, Konstruieren und mehr“ präsentierten sich mehr als 60 Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbände und Vereine aus dem gesamten Werra-Meißner-Kreis, aber auch aus dem Raum Kassel und aus Südniedersachsen.

An den zahlreichen Ständen konnten die Besucher bei spannenden Experimenten zuschauen und die jüngeren unter ihnen meist sogar auch selbst Hand anlegen – wie etwa am Stand des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) Nordhessen, wo die Kinder zusammen bei einem Fachmann das Löten lernen konnten.

Gespannt: Tobias (9) aus Bad Sooden-Allendorf übt mit Valentin Mura vom VDE Nordhessen das Löten.

„Das macht richtig Spaß“, meinte der neunjährige Tobias Schmitt, der bereits zum wiederholten Mal mit seinem Vater und seinem Bruder aus Bad Sooden-Allendorf angereist war. „Das ist einfach eine tolle Veranstaltung“, lobte auch Tobias´ Vater Peter. „Wir mögen sehr, dass man hier so viel ausprobieren kann, es sich viel Zeit für die Kinder genommen wird und für jedes Alter, jeden Geschmack und jede Begabung etwas dabei ist. Und natürlich auch, dass es für die Eltern und Großeltern unheimlich interessant ist.“ Und genau das wissen auch die Aussteller zu schätzen.

„Selbstverständlich geht es in erster Linie darum, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern und so etwas gegen den wachsenden Ingenieurs- und Fachkräftemangel zu tun“, meinte VDE-Sprecher Wolfgang Dünkel, dessen Verband zu den Stamm-Ausstellern der MINT-Messe zählt.

Die Veranstaltung in Witzenhausen sei aber etwas Besonderes, weil hier alles weniger theoretisch zugehe als auf vielen anderen Berufsinformationsmessen. „Und weil man hier sehen kann, das es auch in unserer Region tolle Arbeitsplätze gibt“, so Dünkel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.