Schnelle Anschlüsse sind Voraussetzung

Telekom will bis 2018 nur noch Internet-Telefonie

Analoge und ISDN-Anschlüsse sehen rot: Bis 2018 will die Deutsche Telekom alle Anschlüsse auf Internet-Telefonie umstellen. Wer seinen auslaufenden Vertrag nicht darauf umstellen möchte, muss mit einer Kündigung rechnen. Foto: dpa 

Witzenhausen. Die Deutsche Telekom plant bis 2018 ihre Anschlüsse komplett auf Internet-Telefonie umzustellen. Das könnte in der Region problematisch sein.

Dafür werden auslaufende Verträge von analogen und ISDN-Anschlüssen nicht mehr verlängert.

Möchte der Kunde nicht auf die digitale Voice-over-IP-Technik (VoIP) umsteigen, wird sein Vertrag gekündigt. Laut Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney können alte Anschlüsse dann nicht mehr genutzt werden.

Voraussetzung für die Umstellung auf Internet-Telefonie ist ein schneller Internetanschluss. Das könnte im Werra-Meißner-Kreis zu Problemen führen, da dieser in vielen Teilen nicht vorhanden ist. McKinney: „Dazu sind keine Angaben möglich. Solche regionalen Zahlen liegen uns nicht vor.“

Sorgen macht sich Oliver Brunkow von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner aber nicht: „Die Telekom weiß, was sie tut. Sie muss auch dafür sorgen, dass die Leitungen bis dahin ausreichen oder ausgetauscht werden.“

Müssten alle Leitungen allerdings noch angepasst werden, hält Brunkow die Umsetzung bis 2018 aber für schwierig: „Das ist zeitlich nicht machbar.“ Negative Folgen für die Wirtschaft erwartet er aber nicht. Kunden anderer Anbieter müssten sich jedoch darauf einstellen, dass auch sie von der Neuerung betroffen sind. „Ein Großteil der Telekommunikationsunternehmen nutzt die Leitungen der Telekom. Die wenigsten haben eigene. Für diese wird die Umstellung dann genauso Folgen haben.“

Mittlerweile würden deutschlandweit etwa fünf Millionen Telekom-Kunden das neue Netz nutzen. Pro Woche kämen 60.000 neue Anschlüsse dazu. Nutzer müssen sich einen passenden Router beschaffen: Diesen könne man für 4,95 Euro pro Monat von der Telekom mieten oder man müsse sich einen kaufen, sagt McKinney.

Von Maximilian Bülau 

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