„Texte sind auch mein Tagebuch“

Der Witzenhäuser Alexander Peppler hat seine erste eigene CD produziert

Angehender Musiker: Alexander Peppler wurde in Witzenhausen geboren und wohnt mittlerweile in Berlin. Er hat seine erste CD selbst produziert und präsentiert die Songs in der Klampfe. Foto:  Bülau

Witzenhausen. Alexander Peppler hat nie Instrumental- oder Gesangunterricht genommen. Trotzdem hat der geborene Witzenhäuser nun seine erste eigene CD produziert. Musik, Gesang und Texte stammen dabei von ihm selbst.

Seine Lieder sind für ihn wie ein Tagebuch, mit denen er seine Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet.

„Für mich war es immer wichtig, dass man selbst auf etwas Bock hat. So war das auch mit der Musik“, sagt Peppler. Mit 15 sei er über Freunde zur Musik gekommen. Zunächst habe er nur Gitarre gespielt, mit dem Singen habe er erst später angefangen. „Wir haben damals viele Cover gespielt, nur für uns, im Jugendraum in Witzenhausen“, erzählt der 25-Jährige.

„Ich habe dann immer mehr die ältere Musik für mich entdeckt, Bob Dylan, Johnny Cash und die Beatles, und bin von der E-Gitarre zur akustischen Gitarre und zur Mundharmonika gekommen. So bin ich musikalisch dem Folk nähergerückt. Das ist die Musik, die ich auch heute mache.“ Mit 18 habe er dann angefangen eigene Texte zu schreiben, erst auf Deutsch, dann auf Englisch. „Im Deutschen kann man vieles nicht richtig ausdrücken“, erklärt Peppler.

Seine Texte seien für ihn ein Stück weit auch ein Tagebuch, mit denen er Dinge verarbeiten könne. So fasse seine erste eigene CD „Arrive“ sein vergangenes Jahr zusammen. Produziert hat er fast alles selbst: „Insgesamt hat es ungefähr ein halbes Jahr gedauert, bis alles fertig war. Dazu gehören die Aufnahmen, man benötigt ein passendes Tonstudio, Genehmigungen und Grafiker“, berichtet der 25-Jährige. Das alles sei sehr aufwendig gewesen, aber er habe in dem ganzen Prozess auch viel gelernt.

Zwischen dem Jugendraum in Witzenhausen und dem ersten eigenen Album stand aber ein langer und oft anstrengender Weg: „Irgendwann merkt man einfach, dass man seine Musik auch anderen zeigen kann und sie ihnen auch etwas bringen könnte. Ich habe meine Musik aber verhältnismäßig lange für mich behalten“, so Peppler. Als er wegen des Studiums in Groningen lebte, habe er die ersten Auftritte in Irish Pubs gehabt. Prägend sei danach das Auslandssemester in Dublin gewesen. „In der Zeit habe ich viel dazu gelernt.“ Auch um sich als Musiker ausleben zu können, sei er dann nach Berlin gezogen. „Da ist die Szene viel größer. Es gibt mehr Musiker, mit denen man sich vergleichen kann. So ein Umfeld kann stimulierend wirken“, erklärt Peppler.

Nach dem ersten eigenen Konzert im Januar 2014 in Berlin, kommt er nun zurück in seinen Heimatort, um die erste eigene CD zu präsentieren. Am Samstag, 28. Februar, tritt Alexander Peppler ab 21 Uhr in der Klampfe auf. Der Eintritt ist frei. Pepplers CD „Arrive“ ist danach in der Klampfe und in der Touristeninformation Witzenhausen für sieben Euro zu kaufen.

Zur Person:  Alexander Peppler (25) ist gebürtiger Witzenhäuser und hat bis zu seinem 20. Lebensjahr hier gelebt. Ab der siebten Klasse besuchte er ein Gymnasium in Göttingen, wo er auch sein Abitur abschloss. Danach studierte er zunächst Psychologie in Groningen (Holland). Nach einem Auslandssemester in Dublin (Irland), wechselte er aber die Fachrichtung und studiert momentan Interkulturelle Kommunikation in Frankfurt/Oder. Peppler hat zwei Geschwister, Schwester und Bruder, und wohnt in Berlin, seine Eltern leben aber immer noch in Witzenhausen. Er ist ledig und hat keine Kinder.

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